Frequenzversteigerung

Eilantrag: Auch Telekom will rechtliche Klärung vor 5G-Auktion

Nach Vodafone und O2 hat auch die Telekom einen Eilantrag gestellt, damit die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt werden, bevor es zur Versteigerung der 5G-Frequenzen kommt. Stimmt das Gericht zu, könnte das die Auktion verzögern.

Melanie Zecher, 21.02.2019, 12:05 Uhr (Quelle: DPA)
5G© Piotr Adamowicz / Fotolia.com

Bonn - Vor der Auktion von Mobilfunkfrequenzen für den schnellen Standard 5G pocht auch die Deutsche Telekom auf eine rasche Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Man habe sich dazu entschieden, einen Eilantrag beim Kölner Verwaltungsgericht zu stellen, sagte Telekom-Chef Tim Höttges am Donnerstag in Köln. In den vergangenen Wochen hatten bereits die anderen beiden deutschen Netzbetreiber Telefónica (O2) und Vodafone diesen Weg gewählt.

Eilanträge könnten Frequenzauktion verzögern

Stimmt das Gericht den Anträgen zu, würde sich die für Ende März geplante Auktion auf unbestimmte Zeit verzögern - dann müssten erst die Klagen der Netzbetreiber in der Hauptsache abgearbeitet werden, bevor versteigert werden darf. "Ich hoffe, dass das Gericht die Eilanträge und die Argumente, die vorgetragen werden, berücksichtigt", sagte Höttges.

Worum geht es den Netzbetreibern?

Bei den Klagen geht es um die Vergaberegeln, welche die Bundesnetzagentur festgelegt hatte, beispielsweise zur Versorgung in der Fläche. Die Netzbetreiber monieren, dass die Regeln teilweise zu Unklarheit führen und eine Öffnung eigener Antennenanlagen erzwungen werden könnte. Zudem sehen sie Bevorteilung für Neueinsteiger - in diesem Fall den Konkurrenten 1&1 Drillisch - durch Ausnahmeregeln.

Die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) ist für die Industrie sehr wichtig, etwa für miteinander kommunizierende Maschinen und für selbstfahrende Autos. Außerdem bietet deutlich höhere Bandbreiten und kürzere Laufzeiten für die Daten (Latenz).

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