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Eco: Mehr Pornos, weniger Propaganda

Der Trend zu Kinderpornografie im Internet nimmt offenbar zu. Der Internetverband Eco meldet in diesem Bereich einen deutlichen Beschwerde-Anstieg. 2009 wurden 19 Prozent mehr illegale Webseiten angezeigt als im Vorjahr.

08.02.2010, 16:01 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Kinderpornografie liegt im Trend. Das ist das traurige Ergebnis der Beschwerde-Auswertung des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft Eco für das Jahr 2009. Mit 40 Prozent bezogen sich die meisten Anzeigen von Internet-Nutzern auf kinderpornografische Inhalte – deutlich mehr als im Vorjahr. Rückläufig sind hingegen Beschwerden über antidemokratische, zum Beispiel rechtsextreme Propaganda (5 Prozent).
Spitzenreiter ist das Usenet
Halte dein Netz sauber – ein Aufruf, der auf immer mehr offene Ohren trifft. Das ist die gute Nachricht: 2009 halfen 19 Prozent mehr Internet–Nutzer, Webinhalte wie Kinderpornografie, Gewaltverherrlichung und antidemokratische Propaganda aus dem Netz zu verbannen. Trauriger Spitzenreiter ist das Usenet, das immer wieder auch wegen urheberrechtlicher Belange Schlagzeilen macht.
Während Eco 2.687 mal bei problematischen Webseiten aktiv wurde, gingen 3.018 Einsätze auf das Usenet-Konto. Das Datennetzwerk gilt als Relikt aus den Anfängen des Internet und wurde im Zusammenhang mit Tauschbörsen wieder populär. Ähnlich der Peer-to-Peer Anwendungen, werden die Dateien im Usenet nicht vom Betreiber eines Servers, sondern von den Nutzern zur Verfügung gestellt.
Die Internet-Beschwerdestelle ist im internationalen Beschwerdestellen-Netzwerk Inhope organisiert und leitet Beschwerden bezüglich Inhalten, die im Ausland gehostet werden, an die zuständigen Partner in 31 Ländern weiter.
Internetnutzer können rechtswidrige Inhalte anonym bei der Internet-Beschwerdestelle melden, die sie auf Webseiten, in E-Mails, Tauschbörsen, Chats, Newsgroups oder Foren gefunden haben. Gravierende Vorgänge nimmt auch die Polizei entgegen.

(Dorothee Monreal)

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