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Eckhard Spoerr: "Mein Herz schlägt für freenet"

freenet-Boss will sich einer Fusion mit der Muttergesellschaft mobilcom nicht in den Weg stellen, knüpft sie aber an scharfe Bedingungen.

25.05.2005, 11:33 Uhr
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Anfang März überraschte der Mobilfunk-Service-Provider mobilcom mit Plänen, mit seiner Internet-Tochter freenet fusionieren zu wollen. Eckhard Spoerr hat nun in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" scharfe Bedingungen für den Fall aufgestellt, dass die Fusion tatsächlich kommen sollte.
Kein Schaden für freenet
"Eine Verschmelzung darf freenet nicht schaden", sagte Spoerr selbstbewusst. freenet habe im vergangenen Geschäftsjahr einen Vorsteuergewinn von 90 Millionen Euro erwirtschaftet, während mobilcom auf nur neun Millionen Euro gekommen sei. Die Fusion müsse zur Folge haben, dass beide Unternehmen als gleichberechtigte Partner auftreten könnten. Nur wenn beide Seiten konstruktiv zusammenarbeiten würden, sei der angepeilte Zeitplan einzuhalten, meint der freenet-Chef.
Er selbst werde sich einer Fusion nicht in den Weg stellen, sei auch nie gegen einen Zusammenschluss gewesen. Wichtig sei aber, dass beide Seiten über den Prozess und die Inhalte übereinstimmen. Er selbst verfolge den Plan, die Geschichte von freenet auch in Zukunft zu schreiben - schließlich habe er die Idee des Unternehmens entwickelt. "Selbstverständlich schlägt mein Herz für freenet", so Spoerr.
Hauptsitz in Kiel?
freenet fordert unter anderem, dass beide Marken, sowohl freenet.de wie auch mobilcom, erhalten bleiben und dass es durch die Verschmelzung keine Standortschließungen geben dürfe. Noch nicht entschieden sei, wo der Hauptsitz liegen könnte. Hamburg sei ebenso im Rennen wie Büdelsdorf oder der neutrale Standort Kiel.

(Hayo Lücke)

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