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EC-Karten-Panne: Gemalto übernimmt Verantwortung

Die französische Firma will einen kostspieligen Austausch von Millionen EC-Karten unter allen Umständen vermeiden.

06.01.2010, 13:40 Uhr (Quelle: DPA)
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Angesichts der Probleme mit EC- und Kreditkarten könnte nach Sparkassenangaben auch ein Austausch fehlerhafter Karten nötig werden. Derzeit wird daran gearbeitet, die Schwierigkeiten mit falsch programmierten Mikrochips auf rund 30 Millionen Karten aller Kreditinstitute zentral über neue Software zu lösen.
Austausch könnte kommen
"Sollte sich herausstellen, dass das so ganz einfach nicht geht, werden die Kunden angeschrieben und gebeten, die alte Karte abzugeben und sich eine neue zu holen", sagte der stellvertretende Sprecher des Ostdeutschen Sparkassenverbands, Wolfram Morales, am Mittwoch dem Sender MDR Info.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) verlangte von Banken und Sparkassen "mehr Sorgfalt", um die Funktionsfähigkeit der Karten zu gewährleisten. "Wenn Kunden jetzt gezwungen sind, am Bankschalter Bargeld zu holen, dürfen dafür keine Gebühren berechnet werden", sagte sie dem "Tagesspiegel".
Der Handelsverband Deutschland (HDE) forderte, die Zahlung mit EC-Karte und Unterschrift auszubauen, die auch jetzt genutzt werde, wenn es an der Ladenkasse mit EC-Karte und Geheimzahl nicht funktioniere. Der Handel hoffe, dass Einbußen durch entgangene Geschäfte "in überschaubarem Rahmen bleiben", sagte HDE-Experte Ulrich Binnebößel dem Audiodienst der dpa.
Gemalto übernimmt Verantwortung
Unterdessen hat die französische Firma Gemalto die Verantwortung für die Panne des falsch programmierten Chips übernommen. Um hohe Schadenersatzforderungen aus dem Weg zu gehen, will das Unternehmen einen Austausch der EC-Karten vermeiden. Man sei bemüht, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten, sagte Gemalto-Chef Olivier Piou. Bisher seien die Probleme nur in Deutschland aufgetaucht.

(Hayo Lücke)

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