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E-Reader Beagle: Verkaufsstart in den USA

Ein E-Reader für 10 Euro - das ließ noch im Oktober die Bücherwürner der Nation aufhorchen. Doch außer viel Wind kam zunächst einmal nichts - bis jetzt. In den USA kann das Berliner Produkt "Beagle" bereits bestellt werden. Das Preisschild wurde jedoch "ein wenig" angepasst.

18.03.2013, 08:56 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Kommt er nun oder kommt er nicht? Und wenn er kommt, dann zu welchem Preis? Eine Sturzgeburt ist er nicht gerade, der laut Hersteller kleinste und leichteste eBook-Reader der 5-Zoll-Klasse aus der Berliner Werkstatt txtr. Im Oktober wurde der Kindle-Konkurrent Beagle noch vollmundig zum Preis von 10 Euro fürs Weihnachtsgeschäft angekündigt, dann wurde es still um ihn. Jetzt erscheint er wieder auf dem Plan.

Preis zwischen 59 und 69 Euro

Die Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte in den USA hat offenbar im Januar ihren Segen gegeben, und dort können Interessenten das Gerät auch schon vorbestellen. Den Kunden winkt zwar ein 10-US-Dollar-Buch-Gutschein, aber der Preis ist mit umgerechnet 53,57 Euro weit vom anvisierten Preis von 10 Euro entfernt, der durch Subventionen via Mobilfunk erzielt werden sollte. Eine Rechnung, die offenbar nicht aufging: Nun steigt der Hersteller eben selbst in den Ring und versucht, den Beagle auf dem Markt durchzusetzen.

Ab April ist der Absatz auch in Deutschland geplant. Ein hartes Brot, denn der batteriebetriebene Beagle mit Bluetooth-Übertragung soll "buchreport" zufolge zwischen 59 und 69 Euro kosten. Eventuell wird der Preis gleichfalls mit einem Buchgutschein garniert. Damit ist das Gerät zwar mit 5 Millimetern sehr dünn und mit 128 Gramm auch leicht, der Speicherplatz von 4 Gigabyte lässt sich aber nur mit maximal fünf E-Books gleichzeitig belegen. Zudem kann der txtr nur via Smartphone befüllt werden. Zum Vergleich: Marktführer Kindle ist mit 79 Euro zwar etwas teurer, packt sich aber mal eben 1.400 Bücher auf die Platte und verfügt mindestens über WLAN-Unterstützung.

Txtr hofft weiter auf Partner

Txtr bleibt denn auch weiterhin für Angebote aus der Mobilfunkbranche offen und gibt sich zuversichtlich – ob jemand anbeißt, bleibt jedoch abzuwarten. Die Deutsche Telekom als Marktführerin kommt wohl nicht in Betracht. Sie ist bereits mit Konkurrent Tolino gut versorgt.

Viel Glück war den Berlinern mit E-Book-Readern nicht beschert. Bereits 2009 versuchten sie ihr Glück mit dem txtr Reader. Der Marktstart des "deutschen Kindle-Killer" wurde mehrfach verschoben und schließlich nie umgesetzt.

(Dorothee Monreal)

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