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E-Plus verkauft sein Netz

Künftig wird Alcatel-Lucent für den Netzbetrieb des Mobilfunk-Netzbetreibers zuständig. E-Plus verspricht sich davon massive Einsparungen.

27.02.2007, 08:47 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter E-Plus hat beschlossen, den Betrieb seines Netzes an Alcatel-Lucent zu übertragen. Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) habe der US-Netzausrüster die besseren Konditionen geboten als Ericsson und Nokia.
Kosten runter
Haupt-Argument für das schon länger diskutierte Netz-Outsourcing sind massive Einsparungen. Die E-Plus-Muttergesellschaft KPN hofft, so die jährlichen Netzkosten um 20 Prozent zu senken. Das entspreche einem dreistelligen Millionenbetrag. In Deutschland ist E-Plus der erste Anbieter, der den Schritt vollzieht, die technische Wartung des eigenen Netzes komplett aus der Hand zu geben.
"Mobilfunk ist ein standardisiertes Massenprodukt. Mit dem Netz an sich kann sich keiner mehr differenzieren. Es geht nur noch um den Preis – für den Betreiber wie für Kunden", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks der FTD. Er erwartet, dass die deutschen Wettbewerber T-Mobile, Vodafone und o2 schon bald mit entsprechenden Maßnahmen nachziehen werden. In der Branche wird gemunkelt, dass o2 als nächstes folgen wird.
Mitarbeiter wechseln
Wie es heißt, soll die Übernahme des Betriebs schon am 1. März erfolgen. Insgesamt 750 Mitarbeiter der Netztechnik von E-Plus sollen zu Alcatel-Lucent wechseln. Der ausgehandelte Vertrag umfasst neben Überwachung und Reparatur auch den Aufbau neuer Sendemasten und läuft vorerst über drei Jahre. Netzplanung und Netzentwicklung bleiben in der Hand von E-Plus.

(Hayo Lücke)

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