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E-Plus überrascht mit starkem Neukunden-Plus

Beachtliche 694.000 neue Kunden konnte E-Plus im ersten Quartal für sich gewinnen. Der Umsatz und das EBITDA brachen verglichen mit dem letzten Quartal jedoch stark ein.

09.05.2006, 09:38 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus hat das erste Jahresquartal mit einem überraschend starken Plus an Neukunden abgeschlossen. Wie der Konzern anlässlich der Quartalszahlen bekannt gab, entschieden sich während der ersten drei Monate satte 694.000 Neukunden für eines der E-Plus-Angebote. Nach eigenen Angaben konnte E-Plus damit ein Drittel aller Neukunden am Markt für sich gewinnen.
14,1 Prozent Marktanteil
Zum 31. März belief sich die Kundenzahl auf insgesamt 11,44 Millionen. Das sind 18,6 Prozent beziehungsweise 1,8 Millionen Teilnehmer mehr als Ende März 2005. Den Marktanteil konnte E-Plus auf 14,1 Prozent steigern. Der Kundenmix blieb weitgehend stabil: der Anteil der Vertragskunden lag Ende März dieses Jahres bei 50,3 Prozent gegenüber 50,6 Prozent vor gut einem Jahr. Insgesamt telefonieren 5,75 Millionen E-Plus-Kunden über einen Vertrag, 5,69 Millionen Kunden nutzen eines der Prepaid-Angebote.
Bereits das dritte Quartal in Folge konnte E-Plus nach eigenem Befinden mehr Vertragskunden gewinnen als alle anderen Mobilfunkanbieter Deutschlands. Zwischen Anfang Januar und Ende März sind 176.000 neue Kunden mit Laufzeitvertrag hinzugekommen. Das entspreche einem Marktanteil von 30,6 Prozent aller verkauften Mobilfunkverträge am Markt. Auch der Verkauf von Prepaidkarten läuft immer besser: im letzten Quartal wurden 518.000 Stück abgesetzt. Eigen- und Kooperationsmarken wie simyo, Base, die Viva-Prepaidkarte oder Schwarzfunk nutzen inzwischen über zwei Millionen Kunden.
Auch weniger erfreuliche Zahlen
Weniger Grund zur Freude dürfte E-Plus ein Blick auf den durchschnittlichen Monatsumsatz pro Kunde bereiten. Dieser ging im Jahresvergleich im Postpaid-Bereich um satte 11 Prozent auf 30 Euro im Monat zurück. Im Prepaid-Bereich blieb er mit einem durchschnittlichen Monatsumsatz von 6 Euro stabil. Der Gesamtumsatz konnte verglichen mit dem ersten Quartal 2005 zwar von 640 Millionen Euro auf 665 Millionen Euro gesteigert werden, Ende des letzten Quartals lag der Umsatz allerdings schon bei 755 Millionen Euro. Ähnlich sieht es beim EBITDA aus. Zwar konnte im Jahresvergleich eine Steigerung um 25 Prozent von 135 Millionen Euro auf 169 Millionen Euro erwirtschaftet werden, Ende 2005 lag das EBITDA allerdings schon einmal bei 214 Millionen Euro.
Immerhin: die Kosten für die Kundengewinnung konnte E-Plus deutlich senken. Ende März 2005 lagen die Kosten noch bei etwa 189 Euro pro Neukunde, inzwischen konnten sie auf 75 Euro reduziert werden. Erreicht wurden diese Einsparungen durch niedrigere Handysubventionen sowie geringere Provisionen für Fachhandelspartner.

(Hayo Lücke)

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