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E-Plus sieht sich für Fusion mit Telefónica gerüstet

Im ersten Quartal konnte die E-Plus-Gruppe netto über eine halbe Million Neukunden verzeichnen. Auch der Umsatz und das Ergebnis legten zu.

25.04.2014, 12:01 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus sieht sich für die geplante Fusion mit Telefónica Deutschland gut gerüstet. Die Entwicklung von Kundenzahlen, Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal zeige, dass die Strategie des Unternehmens Früchte trage, erklärte E-Plus-Chef Thorsten Dirks am Freitag.

507.000 neue Kunden im ersten Quartal

So gewann der Anbieter, der sich vor allem mit Discountmarken (Aldi-Talk, Simyo, Blau.de) einen Namen gemacht hat, in den ersten drei Monaten über eine halbe Million Neukunden hinzu und erhöhte den Bestand auf Basis verkaufter SIM-Karten auf 25,4 Millionen. Von Anfang Januar bis Ende März verzeichnete die E-Plus-Gruppe 197.000 neue Abschlüsse von Vertragskunden. Im Prepaid-Geschäft gewann das Unternehmen netto 310.000 Kunden hinzu.

Der Umsatz kletterte um 2,5 Prozent und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sogar um 14 Prozent. Der anhaltend positive Trend unterstreiche, dass E-Plus für die vorgesehene Fusion sehr gut aufgestellt sei, erklärte Dirks. Von dieser verbesserten Ausgangsposition werde auch das fusionierte Unternehmen profitieren.

EU-Kommission prüft geplante Fusion

Derzeit wird das Übernahmevorhaben von der EU-Kommission geprüft. Beobachter gehen davon aus, dass die Fusion nicht ohne Auflagen genehmigt wird. Die Brüsseler Wettbewerbshüter fürchten vor allem, dass auf dem deutschen Markt mit dann nur drei Anbietern die Wettbewerbskräfte erlahmen könnten. Das gilt besonders für den Anbieter E-Plus, der sich in Deutschland mit seinen Discountmarken als Preisbrecher einen Namen gemacht hat.

Vor zwei Wochen hatte die EU-Kommission mitgeteilt, dass Telefónica Zugeständnisse angeboten habe, um den Deal durchzubringen. Zu Details wurden keine Angaben gemacht. Wegen der umfangreichen Prüfungen einigten sich beide Seiten darauf, die Frist bis zum 23. Juni zu verlängern.

(Jörg Schamberg)

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