News

E-Plus setzt klar auf Mehrmarken-Strategie

Gleichzeitig soll die Marke E-Plus am deutschen Markt stärker in den Fokus gestellt und die Preisführerschaft gegenüber dem Wettbewerb verteidigt werden.

25.01.2007, 18:46 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Auch wenn E-Plus den Markt ab Februar mit der so genannten Zehnsation aufmischen wird, will das Unternehmen weiter konsequent eine Mehrmarken-Strategie fahren. Das sagte E-Plus-Marketingchef Andreas Gregori heute auf der Euroforum-Jahrestagung "Telecom Trends" in Köln. Unter dem Credo "sehr simpel, fair und günstig" seien seitens E-Plus weitere Tarifinnovationen zu erwarten. Es werde künftig eine noch stärkere Segmentierung der Marken nach Tarifbedürfnissen geben.
Keine DSL-Bündelangebote
Die Marke E-Plus soll dabei in Zukunft wieder stärker in den Fokus gestellt werden. "E-Plus als Marke ist im letzten Jahr unter die Räder gekommen", so Gregori. Künftig soll daher darauf gesetzt werden, die Kernmarke des Düsseldorfer Mobilfunkers mit einfachen und unkomplizierten Tarifen am Markt zu positionieren. "Dafür brauchen wir aber sicher noch ein Jahr", glaubt Gregori. Den Fokus will E-Plus klar auf den Bereich Voice und SMS setzen. Bündelangebote aus Mobilfunk und DSL stehen aktuell noch nicht auf der Agenda. Sehr wohl beobachte man aber den Markt mit Partnern wie 1&1. Gleichzeitig müsse E-Plus bei Datentarifen seine Hausaufgaben machen und über neue, attraktivere Vertriebsmodelle nachdenken, so Gregori.
Als Zielsetzung hat sich E-Plus auf die Fahnen geschrieben, günstiger als der Wettbewerb zu sein. Dabei müsse immer berücksichtigt werden, dass der deutsche Markt anders funktioniere. Der ab 1. Februar nicht mehr erhältliche Tarif CleverOne, der mobiles Telefonieren ab einem Cent pro Minute ermöglicht, sei ein Beispiel dafür. Während ein solches Tarifmodell in Österreich gut funktioniere, habe es in Deutschland kaum Zuspruch gefunden. "Da haben wir dazu gelernt", sagte Gregori.
Kundenbindungskosten sollen weiter sinken
In den kommenden Monaten plant E-Plus, neben neuen Tarifen auch die eigene Shop-Infrastruktur auszubauen. Mit 150 bis 200 neuen Shops soll die Anzahl bis Jahresende so gut wie verdoppelt werden. Alle Shops sollen künftig in einem markenübergreifenden Look das Angebot der gesamten E-Plus-Markenwelt anbieten. Die Kundenbindungskosten sollen hingegen weiter senken. Zwischen dem dritten Quartal 2005 und dem dritten Quartal vergangenen Jahres hat das bereits funktioniert. E-Plus konnte die Kosten in diesem Zeitraum von 136 Euro auf 88 Euro senken. Im gleichen Zeitraum stieg das monatliche Minutenvolumen pro Kunde von 78 Euro auf 114 Euro.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang