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E-Plus-Mutter dreht den Geldhahn auf

Für 980 Millionen Euro wurde die Nummer drei des niederländischen Marktes aufgekauft.

28.06.2005, 12:50 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der niederländische Telefonkonzern KPN baut seine Vormachtstellung auf dem einheimischen Mobilfunkmarkt aus: KPN - Mutter der deutschen E-Plus - kündigte jetzt die Übernahme der Nummer drei in den Niederlanden, Telfort, an. Der Kaufpreis wurde mit 980 Millionen Euro angegeben, der abhängig vom Geschäftsergebnis von Telfort noch um 140 Millionen Euro steigen könnte.
40 Prozent Marktanteil
Mit Abschluss der Transaktion werde KPN 40 Prozent des Marktes kontrollieren, erklärte Unternehmenschef Ad Scheepbouwer. Er verspricht sich nach eigenen Angaben "bedeutende Einsparungen" durch die Übernahme. Nötig ist allerdings noch die Zustimmung der niederländischen Wettbewerbshüter.
KPN musste im vergangenen Jahr einen dramatischen Gewinneinbruch von 45 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro hinnehmen, der nach KPN-Angaben zum Teil auf Steuereffekte zurückzuführen war. KPN hat sein Geld bislang vor allem mit dem traditionellen Festnetzgeschäft verdient. Die niederländischen Bürger nutzen inzwischen aber überproportional stark Internet und Mobiltelefone. KPN wollte sich daher neu ausrichten.

(Hayo Lücke)

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