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E-Plus Mobilfunkmonitor: Preis-Leistung wichtiger als schnelles Datennetz

Die Werbung vieler Mobilfunker geht ins Leere, denn die Nutzer scheinen keine Bestleistung zu benötigen. Ein günstiger Preis ist ihnen wichtiger.

27.06.2013, 12:31 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Fast jeder zweite Deutsche besitzt ein Smartphone mit großem Touchscreen und Internetzugang, bis Ende des Jahres sollen es mehr als die Hälfte sein, bis 2016 werden noch 20 Millionen auf ein Smartphone umsteigen. Ebenso sieht es mit der Nutzung aus. Es wird weniger telefoniert und gesimst, stattdessen ist der mobile Internetzugang für viele eine Selbstverständlichkeit geworden. Der E-Plus Mobilfunkmonitor 2013 (PDF) beschäftigt sich daher schwerpunktmäßig mit dem mobilen Internet.

78 Prozent wissen nicht, was LTE ist

Demnach schießt die Werbung vieler Mobilfunker ins Leere, denn die Nutzer scheinen keine Bestleistung zu benötigen. Nur die Hälfte aller Kunden legt Wert auf eine möglichst große Netzabdeckung, 61 Prozent halten nicht die Datengeschwindigkeit für ausschlaggebend beim Vertragsabschluss. Auch die Funktechnik ist nicht wichtig – zumindest nicht für die Jüngeren. Dementsprechend kann Long Term Evolution (LTE) auch kaum neue Kunden locken, 78 Prozent der Deutschen kennen nicht einmal diesen Begriff.

Offenbar ist den Mobilfunkkunden in Deutschland das Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger als die Geschwindigkeit, mit der die Daten auf Smartphone oder Tablet gelangen. 83 Prozent der Befragten sind nicht bereit, für Spitzengeschwindigkeiten mehr zu zahlen – unabhängig von Beruf und Einkommen. 82 Prozent der Verbraucher geben an, dass ihnen der Preis wichtiger sei als die Geschwindigkeit.

"Die Umfrage bestätigt unseren Weg - wir reagieren rechtzeitig und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten auf die Bedürfnisse des Marktes und bieten die Leistungen an, die der Kunde wünscht. So zeigt die Umfrage ganz eindeutig: LTE und Spitzengeschwindigkeiten sind (noch) keine Themen, die die Verbraucher ernsthaft beschäftigen, mittelfristig wird sich das ändern. Genau darauf sind wir mit unserem Netzausbau vorbereitet", so Mike Cosse, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der E-Plus-Gruppe.

Später investieren spart Geld

E-Plus liegt traditionell beim Netzausbau hinter den konkurrierenden Mobilfunk-Netzbetreibern. Durch einen späteren Ausbau spart das Unternehmen Geld, weshalb den Kunden günstigere Tarife angeboten werden können. Bei der Versteigerung der LTE-Frequenzen im Bereich um 800 Megahertz im Mai 2010 trieb das Unternehmen die Preise durch eigene Gebote erst in die Höhe und stieg dann aus. Statt ein LTE-Netz aufzubauen, wurde in die günstigere Technik HSPA investiert. Mittlerweile wird LTE auch auf anderen Frequenzen eingesetzt.

Der Mobilfunkmonitor 2013 basiert auf einer bundesweiten, repräsentativen Umfrage durch TNS Infratest, die im Auftrag der E-Plus-Gruppe im Februar 2013 durchgeführt wurde. Befragt wurden 2.013 Haushalte über das CATI-Verfahren (Computer Assisted Telephone Interview). Unter den Befragten waren 1.682 Mobilfunknutzer.

(Peter Giesecke)

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