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E-Plus kooperiert mit 1&1 und SkyDSL

E-Plus hat neue Kooperationen mit dem Internetanbietern 1&1 und Teles SkyDSL angekündigt. Bereits bestehende Kooperationen und alternative Angebote bescherten dem Unternehmen zudem ein durchaus positives Quartalsergebnis.

31.10.2006, 11:25 Uhr
1&1© 1&1

E-Plus legt nach und steigt als letzter Mobilfunknetzbetreiber in das Geschäft mit schnellen DSL-Anschlüssen ein - anders als Vodafone und o2 aber nicht mit eigenen Angeboten. Das Unternehmen kooperiert mit der United Internet Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG. Dies berichtet die Wirtschaftswoche in ihrer Online-Ausgabe.
DSL im E-Plus-Shop
Kundenberater von 1&1 bieten seit kurzem Internetanschlüsse an Ständen in 20 E-Plus Shops. Die Kooperation ist erst einmal befristet bis Ende dieses Jahres vereinbart. "Wir wollen zunächst testen, ob die Zusammenarbeit wirklich funktioniert", sagt E-Plus-Sprecher Guido Heitmann. Wenn die Ergebnisse gut ausfallen, sei durchaus vorstellbar, die Kooperation weiter fortzusetzen und auszubauen.
E-Plus-Chef Michael Krammer hofft, dass das zusätzliche DSL-Angebot mehr Kunden in die E-Plus-Shops lockt und sich auf diesem Weg auch der Absatz der Mobilfunkangebote steigern lässt. Bislang hatte 1&1 mit dem E-Plus-Konkurrenten Vodafone eng zusammengearbeitet.
E-Plus bietet mobilen Rückkanal
1&1 ist aber nicht der einzige Anbieter, mit dem der grüne Mobilfunker eine neue Zusammenarbeit angekündigt hat: Mit E-Plus verbunden ist zudem die Teles SkyDSL GmbH, die Internet-Zugänge via Satellit anbietet. Ein solches Angebot ist vor allem für Bewohner ländlicher Regionen von Vorteil, die keinen normalen DSL-Anschluss bekommen können. Da Breitband-Internet via Satellit nur für den Downstream genutzt werden kann, erfolgte der Upstream bei Teles bislang über den Telefonanschluss. Zusätzlich stellt E-Plus nun einen so genannten Rückkanal über das Mobiltelefon mit einer speziellen SIM-Karte zur Verfügung.
Volumen-Flatrate über Satellit
SkyDSL bietet dazu einen neuen Flat-Tarif für 59 Euro pro Monat inklusive Anschlussgebühr an, der eine Volumen-Flatrate für den Datenempfang mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) via Satellit mit einem Gigabyte freiem Download-Volumen pro Monat enthält. Gegen einen Aufpreis sind auch Download-Geschwindigkeiten von bis zu 24 Mbit/s über Satellit möglich. Im Tarif ist auch der Datenversand über E-Plus inbegriffen, der je nach Verfügbarkeit mit UMTS beziehungsweise GPRS funktioniert. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt sechs Monate. Auch sonst kann E-Plus derzeit nicht klagen. Im vergangenen Quartal, das sich von Juli bis September erstreckte, konnte das Unternehmen dank seiner neuen Marken und Partner bei Kundenzahlen, Umsatz und operativen Gewinn zulegen.
Steigende Kundenzahlen
E-Plus konnte in diesem Zeitraum 363.000 neue Kunden gewinnen, der Marktanteil stieg nach Unternehmensangaben um 1,5 Prozent auf rund 14,8 Prozent. Rund ein Drittel der E-Plus-Kunden entschied sich für alternative Angebote des Unternehmens, wie die Handy-Flatrate BASE oder das Mobilfunkdiscount-Angebot simyo. Bei den neuen Eigen- und Kooperationsmarken meldete E-Plus rund 3,6 Millionen Kunden.
Prepaid-Angebote legen zu
Aus diesen Zahlen resultiert auch der derzeitige Anteil an Prepaid-Kunden, der allein im dritten Quartal um 252.000 Neukunden wuchs. Bei den Vertragskunden konnte das Unternehmen 111.000 neue Nutzer verzeichnen. Das positive Kundenwachstum spiegelt sich zudem im Umsatz wieder, der um sechs Prozent auf 760 Millionen Euro stieg.
Bei den Mobilfunk-Dienstleistungen ohne Endgeräte legte der Konzern elf Prozentpunkte zu und der Umsatz stieg auf 714 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 46 Prozent von 170 auf 248 Millionen Euro.

(Denise Bergfeld)

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