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E-Plus-Gruppe: Neukunden-Wachstum bricht ein

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres konnte E-Plus netto nur 197.000 neue Kunden gewinnen. Ähnlich mau fiel das Plus zuletzt im zweiten Quartal 2005 aus.

23.07.2009, 11:16 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Die E-Plus-Gruppe hat zwischen April und Juni deutlich weniger neue Kunden gewinnen können als in den Quartalen zuvor. Waren es im ersten Quartal dieses Jahres immerhin noch 261.000 neue Kunden, sind es im zweiten Quartal nur noch 197.000 Netto-Neukunden gewesen. Ähnlich mau fiel die Neukundengewinnung zuletzt im zweiten Quartal 2005 aus.
E-Plus verliert Kunden
Zwischen 2006 und 2008 konnte E-Plus am deutschen Mobilfunk-Markt vor allen durch seine zahlreichen Marken wie simyo oder Base punkten. Und auch im zweiten Quartal waren die "neuen Marken" mit einem Plus von 405.000 Kunden alles andere als schlecht positioniert. Allerdings verlor die einstige Kernmarke E-Plus im gleichen Zeitraum 208.000 Kunden und verhagelte so das Gesamtergebnis. Die Zahl der Vertragskunden legte um lediglich 46.000 auf 6,79 Millionen zu. Parallel dazu stieg die Anzahl der aktivierten Prepaid-Karten um 151.000 auf 11,45 Millionen.
EBITDA steigt
Stabil konnte E-Plus den durchschnittlichen Monatsumsatz pro Kunde (ARPU) halten. Er lag bei Prepaidkunden bei sechs Euro und bei Laufzeitverträgen bei 27 Euro. Der Datenumsatz inklusive SMS kletterte im Jahresvergleich um fünf Prozentpunkte auf 27 Prozent vom Gesamtumsatz. Der wiederum fiel leicht um 1,4 Prozent auf 797 Millionen Euro. Der Service-Umsatz im Mobilfunkgeschäft konnte bei 757 Millionen Euro stabil gehalten werden. Durch die Absenkung der Terminierungsentgelte zum 1. April hat E-Plus nach eigenen Angaben 20 Millionen Euro weniger eingenommen.
Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich um 8,1 Prozent auf 333 Millionen Euro, die EBITDA-Marge kletterte um knapp vier Prozentpunkte auf 41,8 Prozent. Laut E-Plus-Chef Thorsten Dirks wird es noch zwei bis drei Quartale dauern, "bis wir wieder ein stärkeres Wachstum auch im Service-Umsatz sehen werden."

(Hayo Lücke)

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