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E-Plus gibt Berlin einen Korb

Nach einem Bericht des Berliner "Tagesspiegel" wird der Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus nicht von Düsseldorf nach Berlin umziehen.

27.02.2007, 12:00 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Wenn der Aufsichtsrat eines Unternehmens tagt, werden meist richtungsweisende Entscheidungen getroffen. So auch beim Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus. Dort beschlossen die führenden Manager des Konzerns nicht nur den Verkauf des eigenen Netzes an Alcatel-Lucent. Sie entschieden sich auch dafür, dass E-Plus seinen Hauptsitz in Düsseldorf behalten werde und gaben damit Berlin einen Korb. Das berichtet der in der Hauptstadt erscheinende "Tagesspiegel" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die E-Plus-Mitarbeiter seien bereits per E-Mail informiert worden, heißt es weiter.
Mitarbeiter sträuben sich
Maßgeblichen Anteil an der Entscheidung hatten dem Vernehmen nach auch die Mitarbeiter des drittgrößten deutschen Mobilfunkanbieters. Viele Personen aus der Belegschaft hätten sich gegen einen Umzug nach Berlin gesträubt. Ein Umzug sei eine weitere bittere Pille gewesen, nachdem in den letzten Monaten bereits viele Arbeitsplätze abgebaut wurden. Zu bedenken sei auch gewesen, dass viele Mitarbeiter zum Wettbewerber Vodafone wechseln, der seinen Hauptsitz ebenfalls in Düsseldorf hat.
Berlin hatte sich Hoffnungen gemacht, E-Plus vom Rhein an die Spree locken zu können, nachdem bekannt wurde, dass der Mobilfunker den im kommenden Jahr auslaufenden Mietvertrag in der bisherigen Hauptzentrale nicht verlängern möchte. Jetzt wird darüber spekuliert, dass E-Plus einen Neubau unweit des Düsseldorfer Flughafens plane.

(Hayo Lücke)

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