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E-Plus eröffnet erstes LTE-"Kundenlabor" in Chemnitz

Forscher der TU Chemnitz und der Mugler AG untersuchen erstmals die LTE-Nutzung aus Kundensicht. E-Plus und Nokia Siemens Networks haben in Chemnitz ein LTE-Testnetz bereitgestellt. E-Plus will die Forschungsergebnisse beim Netzaufbau berücksichtigen.

14.10.2011, 14:31 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Das sächsische Chemnitz wird zum LTE-Forschungsstandort. Der Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreiber E-Plus hat am Donnerstag zusammen mit Nokia Siemens Networks auf dem Gelände der Technischen Universität Chemnitz ein LTE-Testnetz in Betrieb genommen. Forscher der TU Chemnitz und der Mugler AG werden mithilfe dieses Netzes die Sicht der Kunden auf die LTE-Nutzung erforschen. Das Forschungslabor der Universität ist laut E-Plus das weltweit erste, das sich speziell der LTE-Kundenforschung widmet.

LTE aus Kundensicht

Dabei sollen neu entwickelte Methoden und Mittel zur Qualitätsmessung beim mobilen Internet zum Einsatz kommen. Unter anderem soll es Live-Untersuchungen mit bis zu 300 Nutzern geben. "Wir möchten genau wissen, welche Aspekte beim Netzausbau für ein positives Kundenerlebnis entscheidend sind", erläutert Rafal Markiewicz, Technischer Leiter bei E-Plus. "Wir erwarten uns grundlegende Erkenntnisse über die Kundenrelevanz moderner Mobilfunknetze."

Die Ergebnisse der Chemnitzer Forscher will E-Plus bei der künftigen Netzgestaltung berücksichtigen. Die neu gewonnenen Erkenntnisse sollen der Verbesserung nutzerzentrierter Mobilfunknetze dienen. In den nächsten vier Jahren investiert der Mobilfunknetzbetreiber zusammen mit Nokia Siemens Networks mehr als zwei Millionen Euro in den Standort Chemnitz. Das aus mehreren Antennenstandorten und einem Vermittlungsnetz bestehende LTE-Testnetz an der TU Chemnitz wurde von E-Plus zusammen mit der Mugler AG entwickelt, die LTE-Technik wurde von Nokia Siemens Networks geliefert.

Bald auch Sprachübertragung per LTE

Während LTE derzeit vor allem für den schnellen Zugriff auf das mobile Internet genutzt werde, sind auch andere Anwendungen denkbar. "Zusätzlich zu Daten wird LTE auch bald Sprache übertragen", erklärt Ingo Goldenberg, Leiter Customer Team der E-Plus Gruppe bei Nokia Siemens Networks.

(Jörg Schamberg)

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