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E-Plus-Chef verspricht weitere Preissenkungen

Neben der Ankündigung, am 1. Februar die Zehnsation zu starten, versprach E-Plus-Geschäftsführer Thorsten Dirks weiter fallende Preise. Unter anderem stehe eine "dramatische Preissenkung" bei den Datentarifen bevor.

22.01.2007, 14:41 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Ab dem 1. Februar wird bei E-Plus alles anders. Der Düsseldorfer Mobilfunker gab heute bekannt, künftig mit der Zehnsation auf Kundenfang gehen zu wollen. Mit diesem neuen Tarif sollen E-Plus-Kunden bei zehn Euro Mindestumsatz im Monat für zehn Cent pro Minute in alle Netze telefonieren können. Doch ein Ende des Preiskampfes wird damit noch lange nicht erreicht sein. Vielmehr plant E-Plus auch in weiteren Sparten an der Tarifschraube zu drehen – nach unten versteht sich.
E-Plus will Preise treiben
Thorsten Dirks, der die E-Plus Geschäftsführung nach dem Rücktritt von Michael Krammer zumindest vorübergehend übernommen hat, machte heute in Düsseldorf deutlich, dass E-Plus auch künftig als Preistreiber am Markt aktiv bleibe. "Wir wollen Kunden vom Wettbewerb und vom Festnetz. Punkt", zeigte sich Dirks kämpferisch. Fast schon aggressiv schob er hinterher, dass es Ziel von E-Plus sei, dass der Markt "uns kopiert" und nicht umgekehrt.
Die Zehnsation stelle eine Revolution auf dem deutschen Mobilfunkmarkt dar und sorge für Transparenz auf der Mobilfunkrechnung. "Wir machen Schluss mit Fremdnetzen. Wir machen Schluss mit der Ausgrenzung", so Dirks in Anspielung auf den einheitlichen Minutenpreis von zehn Cent, der für alle nationalen Verbindungen berechnet wird. Die zehn Cent sollen dabei einen Signalpreis für den Markt darstellen. Das Teuer-Image des Mobilfunks müsse der Vergangenheit angehören. "Die Kunden sollen aufhören mit dem Festnetz zu telefonieren; sie sollen mit uns telefonieren", so Dirks bei der Zehnsation-Präsentation.
Netzausbau wird fortgesetzt
Um möglichen Netzproblemen entgegenzuwirken wird E-Plus in den kommenden Monaten nach eigenen Angaben viel Geld in das eigene Netz investieren. Nicht nur die Abdeckung solle dabei vergrößert, sondern auch die Kapazität erweitert werden. Seit Mitte 2005 habe sich die Anzahl der über das E-Plus-Netz vermittelten Gesprächsminuten verdoppelt.

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Gleichzeitig räumte der E-Plus-Chef ein, dass der zum 1. August vergangenen Jahres eingeführte CleverOne-Tarif nicht den gewünschten Erfolg gebracht hätte. Trotz der Möglichkeit, ab einem Cent pro Minute mit dem Handy zu telefonieren, sei das Angebot zu komplex und nicht einfach zu kommunizieren gewesen. Umfragen haben ergeben, dass Kunden vor allem einfache Preise wünschen und nicht zuletzt deswegen geht es CleverOne auch an den Kragen. Ab dem 1. Februar wird dieser Tarif nicht mehr vermarktet.
Eine Gefahr, dass die Zehnsation das eigene Geschäft mit den vielen Billigmarken kannibalisiere sieht man bei E-Plus offensichtlich nicht. Der Künde müsse sich bei dem neuen E-Plus-Vertragskundenangebot schließlich zwei Jahre an E-Plus binden und monatlich mindestens zehn Euro investieren. Damit sei der Tarif auf eine andere Zielgruppe zugeschnitten als jene, die beispielsweise über den Mobilfunk-Discounter simyo telefoniere, argumentierte Dirks. Kritischen Fragen, warum der SMS-Preis mit 20 Cent vergleichsweise hoch angesetzt worden sei, entgegnete der E-Plus-Chef, dass SMS-Schreibr eher auch Angebote wie den Viva- oder Schwarzfunk-Tarif setzen würden. Hier kostet eine SMS nur neun Cent, bei ebenfalls akzeptablen Minutenpreisen.
Weitere Preissenkungen folgen
Für die kommenden Monate kündigte Dirks weitere Preissenkungen an. So stehe unter anderem auf der Agenda die Roaming-Preise für günstigere Telefonate mit dem E-Plus-Handy im Ausland zu senken. Hierzu bedürfe es aber auch der Regulierung der Großhandelspreise.
Bereits in Kürze will E-Plus im Bereich der Datentarife für Aufsehen sorgen. Dirks stellte heute eine "dramatische Preissenkung" in Aussicht. Auch wenn es in den letzten Wochen etwas ruhiger um E-Plus geworden sei, für die kommenden Wochen habe man sich einiges vorgenommen. Unter anderem werde es für spezielle Zielgruppen mit neuen Partnern neue Submarken geben.

(Hayo Lücke)

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