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DVI adé: Jetzt kommt DisplayPort

Der neue Display-Standard ist nun offiziell fertig. Der von der VESA entwickelte Bildschirmanschluss soll idealerweise in Zukunft den etablierten DVI-Port ablösen.

29.05.2006, 08:13 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Schon letztes Jahr kündigte die Video Electronics Standard Association (VESA) eine neue digitale Schnittstelle für den Monitoranschluss am PC an. Jetzt hat die Organisation die finale Version ihres DVI-Konkurrenten bekannt gegeben.
Ganz einfach
"DisplayPort" lautet der bezeichnende Name des neuen Digitalanschlusses. Die Leitung besitzt eine wesentlich höhere Bandbreite gegenüber dem Digital Video Interface (DVI) und soll deshalb nicht nur die Übertragung von unkomprimierten Videostreams spielend bewältigen, sondern auf den 10,8 Gbit/s Bandbreite auch noch genug Platz für ein entsprechendes Audiosignal haben.
Wozu ein Audiosignal für den PC-Monitor? - DisplayPort tritt genau genommen nicht nur in Konkurrenz zu DVI, sondern auch zum bislang standardisierten HDMI-Port für High Definition Inhalte im DVD- und TV-Bereich. VESAs neue Schnittstelle ist betont auch für TV- und DVD-Verbindungen geeignet. Auch die Steckerform erinnert stark an den bereits vorhandenen HDMI-Port. Genau wie der bisherige HD-Standard integriert auch die VESA einen Kopierschutz in Form von Datenverschlüsselung in den Media-Stream.
Starker Gegner
Im Vergleich zu DVI verspricht DisplayPort eine höhere Farbtiefe von bis zu 10-bit. Höhere Auflösungen und Bildfrequenzen ergeben sich aus der hohen Bandbreite der Schnittstelle. Neben diesem unidirektionalen Kanal, der in Version 1.0 für jeweils ein Video- und Audiosignal konzipiert ist, liefert DisplayPort noch eine bidirektionale 1-Mbit/s-Verbindung für zum Beispiel Plug'n Play Erkennung.
Hinter DisplayPort stehen bereits Firmen, wie ATI und Dell. An Grafikkarten könnte somit in Zukunft ein Extra-TV-Ausgang gespart werden. Nvidia und Samsung wollen in Zukunft hingegen nicht nur DisplayPort, sondern auch das Konkurrenz-Produkt Unified Display Interface (UDI) unterstützen. UDI ist zwar abwärtskompatibel zu HDMI und DVI, besitzt aber im Gegensatz zu DisplayPort keinen Audiokanal.

(Philip Meyer-Bothling)

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