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DVB-T2 kommt schon 2016 - Frequenzen für den Breitbandausbau

Experten der Koalitionsfraktionen im Bundestag haben sich laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus darauf geeinigt, den Fernseh-Übertragungsstandard DVB-T2 schon 2016 einzuführen. In den Ballungszentrum müssen dann Millionen Deutsche sich neue Receiver anschaffen.

16.06.2014, 11:41 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Experten der Koalitionsfraktionen im Bundestag haben sich laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus darauf geeinigt, den Fernseh-Übertragungsstandard DVB-T2 schon 2016 einzuführen. In den Ballungszentrum müssen dann Millionen Deutsche sich neue Receiver anschaffen. Im ländlichen Raum werden aber Frequenzen für den Breitbandausbau genutzt.

Koalition hat Internet mit bis zu 50 Mbit/s versprochen

Die Einführung des neuen Standards DVB-T2 war zwar eigentlich erst für das Jahr 2020 geplant. Neue Komprimierungstechniken sollten dann auch HD-Fernsehen auf terristrischem Weg über die Zimmerantenne in die Wohnung bringen. DVB-T wird vor allem für Zweitfernseher im Kinder- oder Schlafzimmer genutzt, aber auch von 11 Prozent der Deutschen noch auf dem Hauptfernseher.

Im Koalitionsvertrag hatten die Regierungsparteien sich darauf festgelegt, ganz Deutschland bis 2018 mit bis zu 50 Mbit/s schnellen Internetanschlüssen zu versorgen. Dazu sollten bisherige DVB-T-Frequenzen für LTE umgewidmet werden. Die Umstellung auf DVB-T2 soll deshalb nun schneller erfolgen. Bereits die Fußball-Europameisterschaft 2016 könnte über DVB-T2 zu empfangen sein.

Millionenkosten für Fernsehzuschauer

Auf die Zuschauer kommen dann Millionenkosten zu, denn die alten Receiver lassen sich nicht umrüsten. Sie müssen neue anschaffen.

Die privaten Fernsehsender RTL und ProSiebenSat.1 waren jedoch gegen die Pläne Sturm gelaufen. Sie wollten keine Frequenzen abgeben, sondern stattdessen HD-Fernsehen anbieten und dieses Angebot auch noch verschlüsseln. Zumindest in den Ballungsräumen werden sie dies nun umsetzen können.

"Ab Mitte 2016 sollte den Bürgern zur Fußball Europameisterschaft mit DVB-T2 hochauflösendes terrestrisches Fernsehen mindestens in den Ballungsräumen zur Verfügung gestellt werden", so Ulrich Lange (CSU) gegenüber dem Focus. Auf dem Land könnten dann alte DVB-T-Frequenzen für den Breitbandausbau über LTE genutzt werden. Vor allem der Norden, der Osten und Bayern sollen davon profitieren.

(Peter Giesecke)

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