Umfrage

DVB-T2 HD: Jeder siebte DVB-T-Nutzer will zu TV-Streaming wechseln

Der Umstieg auf DVB-T2 HD steht Ende März an. Rund ein Fünftel der DVB-T-Nutzer ist laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Zattoo aber noch unentschlossen. Eine halbe Million DVB-T-Zuschauer möchte zu TV-Streaming wechseln.

Jörg Schamberg, 15.02.2017, 12:45 Uhr
fernsehenDVB-T-Nutzer müssen Ende März zu DVB-T2 HD oder zu Alternativen wechseln.© apops / Fotolia.com

Berlin – Die Abschaltung des digitalen Antennenfernsehens per DVB-T naht: In vielen Regionen Deutschlands wird am 29. März auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt. Doch werden alle rund 3,4 Millionen DVB-T-Haushalte den Umstieg mitmachen? Denn es gibt durchaus Alternativen. So werben etwa auch die TV-Streaming-Dienste um diese Zuschauer. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest im Auftrag von Zattoo plane rund eine halbe Million (12,6 Prozent) der derzeitigen DVB-T-Nutzer den Umstieg auf TV-Streaming. Das wäre etwa jeder siebte der von der Umstellung auf DVB-T2 HD betroffenen Zuschauer.

22 Prozent der Betroffenen noch unentschlossen

In der Altersgruppe der 30 bis 49-Jährigen erwäge sogar jeder fünfte einen Wechsel zu einem TV-Streaming-Anbieter. In Ballungsräumen seien ein Viertel bis ein Drittel der Haushalte von der anstehenden Umstellung betroffen. 22 Prozent der Betroffenen seien derzeit aber noch unentschlossen, ob sie zu DVB-T2 HD oder zu Alternativen wechseln werden. Auch den künftigen Empfang per Kabel halten 11,7 Prozent der Befragten für denkbar, 10,8 Prozent erwägen die Nutzung von Sat-TV.

Wer Fernsehprogramme auch nach dem 29. März 2017 digital über Antenne empfangen möchte, muss sich nun sputen und entsprechende DVB-T2 HD-fähige Empfangsgeräte besorgen. Die alten DVB-T-Geräte ermöglichen ab Ende März in den Regionen, in denen auf den neuen Standard umgestellt wurde, keinen TV-Empfang mehr.

Erst knapp 18 Prozent der DVB-T-Nutzer technisch für DVB-T2 HD gerüstet

Nach Angaben von Zattoo hätten erst knapp 18 Prozent der Betroffenen entsprechende neue Empfangsgeräte besorgt. So hätten 4,5 Prozent eine DVB-T2 HD Set-Top-Box gekauft, 13 Prozent verfügen über einen im Fernseher integrierten DVB-T2 HD Empfänger. Die neue Hardware in Form eines Receivers schlage mit Kosten von im Schnitt 70 bis 100 Euro zu Buche. 44 Prozent der Befragten würden eine solche Anschaffung noch planen. Ab Ende Juni 2017 wird aber auch die Nutzung der privaten Sender wie RTL, Sat.1 oder ProSieben, die über das Programmpaket freenet TV verfügbar sind, kostenpflichtig. Pro Jahr werden für ein "freenet TV"-Abonnement 69 Euro fällig. Die Gebühr falle für jedes Gerät an, auf dem man fernsehen möchte.

Zattoo: TV-Streaming etabliert sich als alternativer TV-Empfangsweg

"Langsam aber sicher etabliert sich TV-Streaming als gleichwertige Alternative insbesondere zu terrestrischem und Satelliten Fernsehen", kommentiert Jörg Meyer, Chief Officer Content & Consumer bei Zattoo, die Umfrageergebnisse. "Wer heute bereits Musik und Filme on Demand streamt, für den ist es nur ein kleiner Schritt, zukünftig auch das TV-Programm über das Internet zu empfangen", so Meyer weiter.

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