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DVB-T: Neue TV-Kanäle in Hamburg, Kiel & Lübeck

Ab sofort stehen in Hamburg vier weitere DVB-T-Kanäle zur Verfügung. In Kiel und Lübeck wurde ein Programmplatz neu belegt.

11.05.2010, 16:46 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Immer mehr Regionen in Deutschland empfangen das kostenlose Antennenfernsehen DVB-T. Auch der Norden der Republik macht da keine Ausnahme. So stehen in Hamburg ab sofort vier weitere TV-Programme zur Verfügung; in Kiel und Lübeck wurde ein Programmplatz neu belegt. Das gaben die Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Sendernetzbetreiber Media Broadcast am Montag in Hamburg bekannt.

Ab sofort 28 Sender in Hamburg

Die Zahl der frei zugänglichen Fernsehsender steigt damit von 24 auf insgesamt 28. Hinzu gekommen sind das Fernsehvollprogramm "Das Vierte", das Unterhaltungsspartenprogramm "Tele 5" sowie die Teleshoppingkanäle "QVC" und "Channel 21". Letzterer wird von 9 bis 22 Uhr sowie von 0 bis 6 Uhr ausgestrahlt und teilt sich den Sendeplatz mit dem Nachrichtensender "Euronews", der in der übrigen Zeit (6 bis 9 Uhr und 22 bis 0 Uhr) über den Bildschirm flimmert.

Um die neuen Programme zu empfangen, ist ein neuer Sendersuchlauf mit dem DVB-T-Receiver notwendig. Die Verbreitung erfolgt über die Hamburger Standorte Heinrich-Hertz-Turm und Höltigbaum auf Kanal 36. Insgesamt 2,2 Millionen Haushalte können die neuen Kanäle empfangen. Eine Programmänderung ergibt sich zudem in Kiel auf Kanal 57 und Lübeck auf Kanal 59. In beiden Empfangsgebieten wird der Sportsender "Eurosport" durch "Das Vierte" ersetzt.

Entwicklungsperspektive von DVB-T in Gefahr?

"Die Programmaufschaltung in Hamburg belegt nicht zuletzt die gute Entwicklungsperspektive von DVB-T: Die Sender profitieren vom Ausbau der Reichweite, die Zuschauer von der Steigerung der Programmvielfalt und neuen Angeboten beim digitalen Antennenfernsehen", sagte Helmut Egenbauer, Geschäftsführer der Media Broadcast.

Getrübt werden könnte die ungebremste Empfangsfreude jedoch durch die Ergebnisse der derzeit laufenden Frequenzauktion. So warnten unter anderem ARD und ZDF kürzlich vor den Folgen der Neubelegung ehemaliger Rundfunkfrequenzen und prognostizierten eine Störung des DVB-T-Empfangs.

(Christian Wolf)

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