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DVB-T: Mehr Leistung für Berlin

Die Empfangssituation für das DVB-T Paket ZDFvision im Großraum Berlin hat sich deutlich verbessert. Die Sendeleistung wurde mehr als verdoppelt, andere Senderstandorte sollen folgen. Außerdem startet das DVB-T-Zeitalter im Münsterland.

07.06.2007, 13:31 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der Empfang des digitalen terrestrischen Fernsehens in der Region Berlin-Brandenburg wird sich ab sofort deutlich verbessern. Nach Informationen der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) wurde die Sendeleistung für das Paket ZDFvision mehr als verdoppelt.
Sendeleistung verdoppelt
Betroffen ist Kanal 33 vom Standort Alexanderplatz, der statt mit 20 Kilowatt ab sofort mit einer Leistung von 50 Kilowatt sendet. Mabb-Referent Uwe Haaß erklärte am Montagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion, dass eine generelle Anpassung der DVB-T Sendeanlagen in der Region angestrebt wird. Konkrete Termine gibt es aber noch nicht. Grundsätzlich wurden auf internationaler Ebene die notwendigen Voraussetzungen für eine Anpassung bereits geschaffen. Die Umsetzung hängt jedoch von vielen Faktoren ab, beispielsweise eine gleichzeitige bestehende analoge Nutzung einiger Frequenzen in Polen.
Nach Worten von Haaß gibt es im Berliner DVB-T Netz Sendeanlagen mit starker, mittlerer und schwacher Leistung. Natürlich soll eine auf bestmöglichen Niveau angesiedelte Versorgung in der Region gewährleistet werden.
Münsterland ab 12. Juni versorgt
Der Ausbau des bundesweiten DVB-T Netzes wird am kommenden Dienstag, 12. Juni, zunächst in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Über insgesamt drei Frequenzen werden Das Erste, arte, WDR Fernsehen, NDR Fernsehen, MDR Fernsehen, Phoenix, SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz, Eins Festival, ZDF, 3sat und KiKa/ZDFdokukanal im Münsterland übertragen. Privatsender sind vorerst nicht mit dabei. Voraussichtlich ab November werden der Großraum Aachen und Südwestfalen mit dem digitalen Antennenfernsehen versorgt.
DVB-T im Saarland zum Jahresende
Noch in den Kinderschuhen stecken die DVB-T-Pläne im Saarland. Die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) hat vergangene Woche eine Ausschreibung für DVB-T Kapazitäten beschlossen. Die Bundesnetzagentur muss die entsprechenden Übertragungskapazitäten allerdings noch offiziell zur Verfügung stellen. LMS-Direktor Gerd Bauer bestätigte, dass mehrere Privatsender bereits Interesse an einer Ausstrahlung angemeldet haben. Genaue Namen wollte er aber nicht nennen. Die großen Senderfamilien ProSiebenSat.1 und RTL Group haben in vielen Regionen aus wirtschaftlichen Erwägungen auf eine DVB-T Abstrahlung verzichtet. Eine Inbetriebnahme des DVB-T Sendernetzes im Saarland wird für das Jahresende angestrebt.

(Stefan Hagedorn)

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