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DSL & Co: Der Breitband-Herbst bleibt heiß

Der Herbst bleibt heiß: die DSL- und Kabel-Anbieter unterbieten sich auch in diesem Monat mit günstigen Preisen. Den Kunden freut's.

03.09.2007, 19:54 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Die kommenden Monate versprechen wechselhaft zu werden. Der Herbst naht. Zum Glück gilt diese Vorhersage nicht für den Breitband-Markt: hier werden die Preise auch in Zukunft auf Talfahrt bleiben. In dieser Übersicht zeigen wir, was der September dem Verbraucher preislich bringt.
congstar mit kurzer Laufzeit
Die Billigtochter der Deutschen Telekom, congstar, geht mit einem DSL-Komplettpaket für 14,99 Euro auf Kundenfang. Im Preis enthalten ist die Gebühr für DSL 2000 und Flatrate. Für 2,99 Euro Aufpreis verschnellert sich der Downstream auf 6016 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s), für 4,99 Euro mehr im Monat werden sogar 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) geschaltet. Großes Plus: das Paket kommt ohne Mindestlaufzeit daher und ist zwei Wochen zum Monatsende kündbar. Dafür müssen jedoch auch 49,99 Euro Anschaltgebühr sowie die Grundkosten für den Telekom-Telefonanschluss (mindestens 16,37 Euro) gezahlt werden. Optional bietet congstar noch eine Sprachflatrate für Voice-over-IP (VoIP) zum Preis von 7,99 Euro an.
Bei der Muttergesellschaft T-Home bleibt im September alles unverändert: die Call & Surf-Pakete kosten mit ISDN-Anschluss 38,95 Euro (DSL 2000), 48,95 Euro (DSL 6000) und 53,95 Euro (DSL 16.000). Mit Analoganschluss fallen vier Euro weniger pro Monat an. Es gilt zu beachten, dass lediglich die Tarife mit DSL 6000 und 16.000 mit Telefon-Flatrate geliefert werden. Call & Surf Basic mit DSL 2000 beinhaltet lediglich 120 Inklusivminuten für Festnetztelefonate. Es gilt eine zweijährige Vertragslaufzeit.
T-Home Entertain
Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin stand bei der Deutschen Telekom das IPTV-Angebot T-Home Entertain im Vordergrund. Seit diesem Monat vermarktet der Ex-Monopolist aktiv sein Triple-Play-Angebot - und das zu günstigeren Preisen, als bisher. Entertain Basic kostet mit ISDN und DSL 16.000 53,95 Euro. Im Preis enthalten sind DSL- und Telefon-Pauschale sowie der Zugang zu Video-on-Demand (VoD) und den Basis-TV-Sendern. T-Home Entertain Comfort bietet den gleichen Leistungsumfang, außerdem jedoch noch zeitversetztes Fernsehen, einen persönlichen Videorekorder und weitere Comfort-Features. Monatlich werden hierfür mit ISDN und DSL 16Plus (bis zu 17.696 Kbit/s Downstream und 1184 Kbit/s Upstream) 63,95 Euro fällig. Zusätzlich 30 Premium-TV-Sender bietet T-Home Entertain Comfort Plus: pro Monat werden hierfür 78,95 Euro fällig.
Wer das Glück hat im VDSL-Ausbaugebiet zu wohnen, darf sich auf 25 Mbit/s Downstream freuen: dann werden für die Varianten Comfort und Comfort Plus jeweils 10 Euro mehr fällig. Die nötige DSL-Hardware legt die Telekom kostenlos obendrauf, der nötige Media Receiver X 300 T mit 80 Gigabyte-Festplatte kostet 99,95 Euro. Wer zu den ersten IPTV-Sehern gehören möchte, muss sich mit einer 24-monatigen Vertragslaufzeit abfinden. Ganz ohne Telefonanschluss geht es bei Tele2, 1&1, freenet, o2 und Strato. Bei Tele2 hat der Kunde die Wahl zwischen DSL 2000 und DSL 16.000. Monatlich werden für die Pakete 29,95 Euro beziehungsweise 34,95 Euro fällig. Im Preis enthalten: eine DSL- und VoIP-Telefonflatrate. Wer online bestellt, spart den Anschaltpreis in Höhe von 19,95 Euro. Für die Tele2-Komplett Box fallen einmalig 19,95 Euro sowie 9,60 Euro Versandkosten an.
Tele2 Komplett
Alternativ bietet Tele2 auch weiterhin DSL-Pakete an, die auf einem Telefonanschluss der Telekom aufsetzen. Hierfür werden dann in Verbindung mit DSL- und VoIP-Flatrate 24,95 Euro (DSL 2000) und 26,95 Euro (DSL 6000 bis 16.000) fällig. Die reine DSL-Anbindung ohne Telefonie kostet jeweils sieben Euro weniger. Hinzu kommen 19,95 Euro für die Schaltung der Internetleitung. Bei allen Tele2-Paketen gilt eine Vertragslaufzeit von einem Jahr.
Im Hause 1&1 kostet das Komplettpaket mit DSL 2000 29,99 Euro bei 24-monatiger Laufzeit. Für die Variante mit DSL 16.000 verlangt der Provider aus Montabaur 39,99 Euro. Wer die Pakete in Verbindung mit einem Telekom-Telefonanschluss nutzen möchte, zahlt jeweils zehn Euro weniger. Die Hardware, eine Surf & Phone-Box, gibt es ebenso für 0 Euro, wie die Anschaltung. Einzig die Versandkosten schlagen mit 9,60 Euro zu Buche. Optional gibt es eine SIM für's Handy kostenfrei (DSL 16.000) beziehungsweise zum Preis von 9,99 Euro monatlich (DSL 2000) - alle Gespräche ins deutsche Festnetz sind kostenlos. Bis zu vier 1&1-SIMs können untereinander kostenfrei telefonieren.
Kostenlose SIM bei freenet
Durch die Verwandtschaft zu Mobilfunkanbieter mobilcom ist es freenet möglich, den DSL-Paketen eine kostenlose SIM-Karte zu spendieren, die kostenfreie Telefonate ins deutsche Festnetz erlaubt. FreenetKomplett ohne Festnetz-Zwang, mit DSL 2000 sowie DSL- und Telefon-Flatrate kostet 34,95 Euro pro Monat. Für die Aktivierung der SIM-Karte fallen einmalig 9,90 Euro an. DSL 6000 und 16.000 sind auch verfügbar, kosten jedoch fünf respektive zehn Euro Aufpreis. Der Vertrag läuft über 24 Monate. Die Preisführerschaft auf dem entbündelten DSL-Sektor hat Strato schon seit längerem inne. Das Angebot DSL3+ kostet 28,95 Euro und beinhaltet einen bis zu 16 Mbit/s schnellen DSL-Anschluss und die dazu passende Flatrate. Eine Telefoniepauschale kostet sieben Euro Aufpreis pro Monat. Strato packt eine FRITZ!Box Fon WLAN 7170 kostenfrei obendrauf, die Aktivierung fällt einmalig mit 29,90 Euro ins Gewicht. Der Vertrag erstreckt sich über 24 Monate.
Auch am Telekom-Anschluss
Weiterhin bietet Strato auch Resale-Pakete an. Das Einsteigerpaket mit DSL 2000 und Flatrate kostet 19,95 Euro. DSL 6000 kostet fünf Euro mehr, DSL 16.000 fast doppelt so viel (9,90 Euro). Eine Phone Flat für Deutschland kann optional für 9,90 Euro hinzugebucht werden, ein vergleichbarer Tarif für Teile Europas, Kanada und die USA kostet 15 Euro. Wie auch bei dem entbündelten Paket gilt eine Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Eine FRITZ!Box Fon WLAN 7170 liegt auch hier bei.
Mit neuen DSL-Preisen auf Kundenjagd geht diesen Monat der Mobilfunkprovider o2. Ein DSL-Anschluss mit 4000 Kbit/s Downstream kostet mit Flatrate 30 Euro. Wer zusätzlich eine Phone Flatrate ins deutsche Festnetz wünscht, zahlt 35 Euro Festpreis. In den ersten drei Monaten sinkt der Preis im Zuge einer Aktion auf 15 Euro. Minutenbasiert geht es auch: bei o2 DSL S zum Grundpreis von 20 Euro kostet jede Surfminute drei Cent. Optional können sich die o2-Pakete auch individuell zusammengestellt werden. Dann sind Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s möglich - das Komplettpaket mit DSL- und Telefonflat kostet 40 Euro. Für alle Pakete gilt eine Laufzeit von 24 Monaten.
Die großen Festnetzbetreiber
Die großen Festnetzbetreiber Arcor, Alice und Versatel machen momentan mit keinen großen Preissprüngen von sich reden. Bei Arcor ein altbekanntes, wenn auch preisgünstiges Bild: für 29,95 Euro gibt es Arcor DSL 2000 plus Flatrate und Sprachtarif. Schaltung und Modem sind kostenfrei. Das All-Inclusive-Paket mit DSL- und Festnetz-Flat gibt es weiterhin für 34,95 Euro (DSL 2000), 39,95 Euro (DSL 6000) und 44,95 Euro (DSL 16.000) bei einer Laufzeit von 24 Monaten.
Auch bei Alice zeigt sich Vertrautes: die Preisaktion, bei der fünf Euro monatlich gespart werden können, läuft weiter bis Ende des Monats. Dadurch kostet beispielsweise Alice Fun mit DSL- und Telefonflatrate nur 34,90 Euro. Mit 16.000 statt 4000 Kbit/s surfen Besteller von Alice Deluxe - das Rundum-Paket kostet 44,90 Euro. Zusätzlich mit SIM, 200 Freiminuten in alle Netze und Handy-Festnetzflatrate ist Alice Complete zum Preis von 54,90 Euro (DSL 4000) und 64,90 Euro (DSL 16.000) zu haben. Großes Plus: Alle Pakete sind vier Wochen zum Monatsende kündbar und besitzen keine Vertragsbindung.
Im Fokus der Versatel-Vermarktung steht die 34,98 Euro teure "ehrliche Flatrate" mit DSL 4000 sowie Surf- und Telefon-Flatrate. Bei der Bestellung des Tarifes erhalten Neukunden bis zum 15. September einen mobilen DVB-T-Fernseher geschenkt. Als "Sommer-Special" bringt Versatel einen zwei Mbit/s schnellen DSL-Anschluss in Verbindung mit einem echten Festnetzanschluss inklusive aller Flatrates für 29,98 Euro an Mann und Frau. Mit SIM und Handyflat ins Festnetz kostet ein sechs Mbit/s schneller Versatel-Breitbandzugang 39,98 Euro. Für zehn Euro mehr gibt es DSL 16.000. Auf dem Kabelmarkt gibt es Neues zu vermelden: bei Kabel Deutschland steigt der maximale Downstream im September auf saftige 26 Mbit/s. Der Preis kann sich sehen lassen: das Paket Deluxe kostet 39,90 Euro im Monat und beinhaltet neben dem rasanten Internetanschluss einen Telefonanschluss mit zwei Leitungen und "lebenslanger Telefon-Flat".
Satte 26 Mbit/s
Online-Besteller haben die Wahl zwischen einem kostenlosen WLAN-Router von D-Link und einem Schnurlostelefon von Siemens. Wem zehn Mbit/s bei ansonsten gleichem Leistungsumfang ausreichen, der zahlt nur 29,90 Euro. Außerdem im Portfolio befinden sich Pakete mit 1000 und 512 Kbit/s Downstream zum Preis von 23,90 Euro und 19,90 Euro. Hier ist jedoch keine Telefonflatrate mit dabei, telefoniert wird minutenbasiert. Ganz ohne Telefonoption kosten 26 Mbit/s Downstream plus Flatrate 25,90 Euro, 6 Mbit/s sind für 19,90 Euro zu haben. Der Vertrag erstreckt sich über faire zwölf Monate, die Installation des Kabelmodems nimmt Kabel Deutschland kostenfrei vor.
Durch die Kampfansage von Kabel Deutschland gerät Unitymedia ein wenig in Zugzwang. Los geht die Palette bei 20 Euro pro Monat für einen 2048 Kbit/s schnellen Internetzugang mit passendem Pauschalzugang. Unitymedia 3play - das Paket aus Digital-TV, Telefonie und 2 Mbit/s schnellem Internet inklusive beider Flatrates - kostet diesen Monat weiterhin nur 25 Euro. Exakt die gleichen Preise gelten für 2play, bestehend aus Breitband-Internet und Telefonflatrate. 6000 Kbit/s Downstream kosten bei 2play und 3play fünf Euro, 16000 Kbit/s Download zehn Euro Aufpreis. Bei Buchung der 6000er Bandbreite sind die ersten zwei Monate von 2play und 3play gratis. Der Vertrag gilt in allen Paketen für 12 Monate.

(Michael Müller)

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