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DSL & Co: Breitband-Schnäppchen im November

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Kein Grund für die DSL- und Kabelanbieter ihre hitzige Preisschlacht einzufrieren. Wir zeigen, wie die Angebote im November aussehen.

02.11.2007, 19:06 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Auch in der kalten Jahreszeit geht die hitzige Preisschlacht auf dem Breitbandmarkt weiter. Komplettpakete aus Internet und Telefon zum Pauschalpreis für weniger als 30 Euro pro Monat werden immer zahlreicher. Und obwohl für die Provider nicht mehr viel Kalkulationsfreiraum gegen null zu sein scheint, geht die Preis-Talfahrt im November weiter.
Aktion bei 1&1
1&1 geht im November mit hohen Bandbreiten auf Kundenfang. Die Surf & Phone-Komplettpakete, bestehend aus DSL- und Telefonanschluss, kosten zwar immer noch so viel wie im Vormonat. Dafür ist die Speed-Option bis Ende November für fünf Euro Aufpreis zu haben. Diese ermöglicht es, die Komplett-Pakete mit ein und zwei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Downstream auf bis zu 16 Mbit/s zu verschnellern. So kostet beispielsweise "Surf & Phone Komplett 2000" mit Speed-Option in vielen Haushalten 34,99 Euro pro Monat. Der Tarif bietet neben der schnellen Internetanbindung eine DSL- und Festnetz-Flatrate.
Durch das Special verliert "Surf & Phone Komplett 16.000" leicht an Attraktivität. Für 39,99 Euro kommen "die meisten" Haushalte in den Genuss einer schnellen DSL-Anbindung inklusive Telefonanschluss und passenden Flatrates. Mehrwert gegenüber dem günstigeren Angebot: Handy- und Movie-Flat sowie vier statt zwei Rufnummern. Der Bereitstellungspreis entfällt weiterhin, es gilt eine zweijährige Laufzeit. 1&1 schenkt allen Neukunden außerdem einen WLAN-Router.
Wenig Neues im Norden
Die Nordlichter von freenet haben in diesem Monat keine Neuigkeiten zu bieten. Weiterhin gibt es freenetKomplett mit DSL 2000, Ein-Gigabyte-Volumentarif und Telefonanschluss für 19,95 Euro. Je Flatrate - für Telefonie oder Internet - berechnet das Unternehmen 9,95 Euro, im Paket günstigere 15 Euro. Wer schneller surfen möchte, muss zusätzlich fünf (DSL 6000) oder zehn Euro (DSL 16.000) mehr im Monat aufbringen. Folglich kostet freenetKomplett mit Vollausstattung 44,95 Euro pro Monat. Auf Wunsch auch mit SIM-Karte fürs Handy und Mobilflat ins Festnetz - für einmalig 9,90 Euro Aufpreis. freenet-Tochter Strato hat ihr DSL-Maxxi-Angebot aufgefrischt. Ab sofort erhalten Kunden neben der altbekannten VoIP-Flatrate ins deutsche Festnetz auch die Möglichkeit, kostenlos nach Österreich, Frankreich, Italien, Großbritannien, Niederlande, Spanien und Dänemark zu telefonieren. Der Preis bleibt mit 24,95 Euro gleich. DSL 2000 und Internet-Flat sind natürlich weiterhin enthalten. Ein Bandbreiten-Upgrade auf 16 Mbit/s Downstream kostet fünf Euro mehr pro Monat. Ein Telefonanschluss der Telekom wird vorausgesetzt, der Vertrag erstreckt sich über 24 Monate. Obendrauf gibt es eine FRITZ!Box kostenlos.
Fremdübernahme
Auf fremdes Terrain begeben sich derzeit die Mobilfunkanbieter. Allen voran o2. Die Telefónica-Tochter versucht auch auf dem DSL-Markt ein ernstzunehmender Mitspieler zu werden und investiert viel Geld in Werbung und Sonderaktionen. Wer sich bis zum 14. November für o2 DSL L entscheidet, zahlt für das Paket während der 24-monatigen Vertragslaufzeit nur 30 Euro. o2 DSL L bietet einen Telefon- und DSL-Anschluss mit bis zu vier Mbit/s Downstream. Im Preis enthalten ist neben einer Festnetzpauschale auch eine Flatrate für Telefonate ins o2-Handynetz. Obendrauf gibt es einen WLAN-Router kostenlos - gleiches gilt für die Anschaltung.
Vodafone hat mit Arcor sein eigenes Festnetz-Zugpferd auf dem deutschen Markt platziert und tut sich selbst schwer, eigene DSL-Produkte zu vermarkten. Immerhin können sich die Arcor-Angebote sehen lassen: für 29,95 Euro pro Monat liefert das Unternehmen aus Eschborn einen analogen Telefonanschluss inklusive DSL 2000. Im Preis enthalten sind außerdem DSL- und Festnetzflat. Eine SIM mit Handyflat kostet monatlich fünf Euro, ISDN drei Euro Aufpreis. Auch kann die Bandbreite auf DSL 6000 (fünf Euro Aufpreis) oder DSL 16.000 (zehn Euro Zuzahlung) aufgestockt werden.
Außerdem liefert Arcor mit dem "Internet-flat-Paket" eine Datenleitung mit einem Mbit/s Downstream und Flatrate aus. Ein Festnetzanschluss ist auch mit dabei. Bei allen Arcor-Tarifen ist das DSL-Modem kostenfrei enthalten. WLAN-Hardware gibt es gegen Aufpreis. Die Bereitstellung kostet nichts, es gilt eine 24-monatige Vertragslaufzeit.
Strenger Beobachter Versatel
Jeder Schritt von Erzkonkurrent Arcor wird von Versatel haargenau beobachtet. Es dauert nie lange, bis Versatel ein neues Produkt von Arcor mit einem um einen Cent günstigeren Monatspreis auskontert. So auch in diesem Monat. Versatel bietet eine Doppel-Flat für DSL 2000 und ISDN-Telefonie für 29,98 Euro an. Bereits seit letztem Monat hat das Unternehmen zudem ein vier Mbit/s schnelles DSL-Komplettpaket zum Preis von 24,98 Euro im Angebot. Ein Telefonanschluss ist hier zwar auch dabei, jedoch wird pro Gesprächsminute kassiert. Es gilt in allen Tarifen eine Laufzeit von 24 Monaten. Als einzige Branchengröße ganz ohne Vertragslaufzeit kommt Alice-DSL daher. Weiterhin gibt es alle DSL-Angebote mit der am Standort verfügbaren Maximalbandbreite, bis zu 16 Mbit/s. Für 14,90 Euro erhalten die Kunden eine reine DSL-Anbindung, die pro Onlineminute mit 1,2 Cent abgerechnet wird. Eine Flatrate gibt es für zehn Euro Aufpreis. Für zwei Euro mehr schaltet Alice zudem einen Telefonanschluss. Alice Fun bietet für 34,90 Euro zudem noch eine Telefonflatrate. Wer monatlich 54,90 Euro aufbringt, erhält außerdem noch einen Mobilfunktarif mit 200 Freiminuten in alle nationalen Netze. Telefonate vom Handy ins Alice-Netz (Festnetz oder Mobilfunk) sind stets kostenfrei.
Die T-Familie
Im Hause Telekom ist fast alles beim Alten. "Call & Surf Comfort" kostet mit analogem Telefonanschluss, DSL 6000 und Flatrate fürs T-Home-Netz aktionsweise 39,95 Euro. Für ISDN wird ein Aufschlag von vier Euro verlangt. Die restlichen Tarife sind unverändert: Wer DSL 16.000 wünscht, erhält dieses für fünf Euro Aufpreis. Bei der Billigmarke congstar kostet das Basispaket mit DSL 2000 und Flatrate ohne Mindestlaufzeit 14,99 Euro pro Monat. DSL 6000 kostet 2,99 Euro Aufpreis, DSL 16.000 4,99 Euro. Eine Telefonflat gibt es für 7,99 Euro. Einmalig verlangt congstar 49,99 Euro Anschaltgebühr. Vetternwirtschaft: Ein Telefonanschluss von T-Home wird vorausgesetzt.
Die "inFLATion"-Aktion von QSC geht weiter: im Zuge dieses Specials gibt es Q-DSL home 2560 während der 12-monatigen Vertragslaufzeit für nur 34 statt 39 Euro. Im Preis ist eine Festnetzflat enthalten. Einmalig sind 99 Euro Anschaltgebühr zu zahlen - diese entfallen bei einer Laufzeit von zwei Jahren.
Online übers TV-Kabel
Die TV-Kabelnetzbetreiber sind längst zu ernstzunehmenden Konkurrenten für die DSL-Anbieter geworden. Deutschlands Kabelprimus Kabel Deutschland spendiert bis zum 18. November die Festnetzflat in den Pakettarifen "Comfort" und "Deluxce" für 0 Euro. Pro Monat werden 29,90 Euro beziehungsweise 39,90 Euro fällig, ein Internetanschluss mit 10 (Comfort) und 26 Mbit/s (Deluxe) ist im Preis enthalten. Wer einen reinen Internetzugang mit Flatrate wünscht, erhält diesen für 19,90 Euro oder 25,90 Euro, wahlweise mit sechs oder satten 26 Mbit/s Downstream. Es gilt stets eine Vertragslaufzeit von einem Jahr. In Hessen und Nordrhein-Westfalen sind die Angebote von Unitymedia zu haben. 2play, das Paket aus Internet und Telefon, ist mit zwei (25 Euro), sechs (30 Euro), 16 (35 Euro) und neuerdings 32 Mbit/s (55 Euro) Downstream zu haben. Die gleichen Preise gelten für die 3play-Angebote, bei denen zusätzlich noch Digital-TV enthalten ist. Wer sich für den Anschluss mit sechs Mbit/s entscheidet, spart derzeit die ersten beiden Grundgebühren. Der Vertrag läuft über zwölf Monate, eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an.
Kabel BW will punkten
Nicht lange ist es her, da verkündete der Chef von Kabel BW, man wolle die Telekom als Marktführer in der Region Baden-Württemberg ablösen. Mit Kampfpreisen. Von diesen ist bisher noch nichts zu sehen - was nicht heißt, dass die Tarife unattraktiv seien. Um Kampfpreise handelt es sich aber (noch?) nicht. CleverKabel 10 kostet 29,90 Euro und bietet dem Kunden eine Telefon- und Internetflat mit bis zu 10 Mbit/s Downstream. Mit 25 Mbit/s steigt der Preis auf 49,90 Euro. Außerdem gibt es noch CleverKabel 4 für 19,90 Euro - hier wird der Telefonanschluss jedoch pro Minute abgerechnet.
Die Bereitstellung von CleverKabel 10 ist bis zum 15. November kostenfrei. Dann werden, wie auch für die Anschaltung von CleverKabel 4, wieder 69,90 Euro verlangt. Einzig CleverKabel 25 kostet einmalig dauerhaft 29,90 Euro.
Neu unter den Dreispielern
Der überregional tätige Anbieter Tele Columbus ging vor gar nicht so langer Zeit mit Triple-Play an den Start. Für 34,99 Euro erhalten ausgebaute Kunden einen digitalen TV-Anschluss plus Internet- und Telefonflatrate. Die Leitung bietet dabei einen Downstream von 4000 Kbit/s. Für zehn Euro mehr gibt es umfangreichere TV-Kanäle. Außerdem kann die Bandbreite in einigen Regionen für ebenfalls zehn Euro Aufpreis in beiden Paketen auf 10.000 Kbit/s erhöht werden. Einzeln kosten die reinen Datenleitungen ohne TV und Telefonie 9,99 Euro (1000 Kbit/s), 19,99 Euro (4000 Kbit/s) und 29,99 Euro (10.000 Kbit/s). Die Verträge erstrecken sich über ein Jahr.

(Michael Müller)

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