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DSL-Ausbau in Bayern: Telekom kassiert ab

Obwohl kleinere DSL-Carrier für die gleichen Leistungen weniger verlangen, wird die Telekom in Bayern oft vorgezogen. Dies gibt Anlass zur Kritik.

24.08.2009, 09:13 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Im Freistaat Bayern wird der DSL-Ausbau in ländlichen Regionen derzeit mit Hilfe von staatlichen Zuschüssen vorangetrieben. Kleine regionale DSL-Anbieter schauen dabei jedoch oftmals trotz günstigen Konditionen in die Röhre. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus".
1,6 Millionen für die Telekom
Lokale DSL-Carrier werfen dem bayerischen Wirtschaftsministerium vor, beim Ausbau von schnellen Internetanschlüssen in ländlichen Regionen öffentliche Mittel in Millionenhöhe zu verschwenden. Die Kommunen in Bayern treiben die Erschließung von abgelegenen Dörfern mit Hilfe von staatlichen Zuschüssen voran. Ziel ist es, auch jene dünn besiedelten Orte für DSL-Anbieter attraktiv zu machen und sie mit schnellem Internet zu versorgen.
Telekom sahnt ab
Nach Angaben des "Focus" gebe eine Bewilligungsliste dieses Monats Anlass zur Kritik. Diese bewillige Fördergelder für insgesamt 63 bayerische Gemeinden, bei der 75 Prozent der Verkabelungen an die Deutsche Telekom vergeben worden seien. Ein lokaler DSL-Betreiber sagte gegenüber dem Nachrichtenmagazin, dass die Telekom für den Ausbau dadurch bis zu 1,6 Millionen Euro Fördergelder einstreiche. Knackpunkt an der Sache: kleinere DSL-Carrier hätten die gleichen Leistungen schon für Subventionen in Höhe von 300.000 Euro angeboten.

(Michael Müller)

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