News

DSL-Anschlüsse: Wirrwarr beim Providerwechsel

Die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen beschwert sich über die Steine, die Kunden in den Weg gelegt werden, wenn die ihren DSL-Anbieter wechseln. Ein altbekanntes Trauerspiel.

28.06.2006, 22:16 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beobachtet, dass der Wechsel von einem DSL-Anbieter zu einem anderen alles andere als einfach ist. In einer Veröffentlichung am heutigen Mittwoch moniert die gemeinnützige Organisation, dass "DSL-Anschlüsse trotz fester Zusagen oftmals nicht verfügbar sind". Ein altbekanntes Trauerspiel.
Wochenlanges Warten
Der Wechsel von Telefon- und Internetanbieter ist oft wenig komfortabel. Mal muss der Kunde länger auf den Festnetzanschluss verzichten, mal funktioniert der Breitbandanschluss erst nach einer gewissen Durststrecke. In den Augen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen schieben sich die Provider die Schuld gegenseitig zu: "Wer was wann warum erledigt oder unterlassen hat, bleibt für den Kunden undurchschaubar".
System mit Tücken
Nach Ansicht der Verbraucherschützer ist besonders die Resale-Welt mit Tücken behaftet. Beim Wechsel von einem T-DSL-Reseller zu einem anderen müssen sich die Kunden auf gleich drei Unternehmen verlassen: den alten, den neuen Provider sowie die Deutsche Telekom AG. "Viele Köche verderben den Brei", kann ein altes Sprichwort zitiert werden.
Die nordrhein-westfälischen Verbraucherschützer fordern daher eine preisgünstige, wenn nicht sogar kostenfreie Hotline "mit kompetenten Ansprechpartnern". Zu oft beschwerten sich Kunden, dass sie bei Anrufen in endlose Warteschleifen abgeschoben, von überforderten Ansprechpartnern hingehalten oder dreist abgewimmelt würden - und das zu Minutenpreisen, die es in sich hätten.

(Michael Müller)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang