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Drogenbeauftragte warnt: Zu viel Internetkonsum bei Jugendlichen

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler hat vor riskanter Nutzung von Computerspielen und sozialen Netzwerken bei Jugendlichen gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass sich Jugendliche zu lange im Netz aufhalten.

10.02.2014, 11:51 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler hat vor riskanter Nutzung von Computerspielen und sozialen Netzwerken bei Jugendlichen gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass sich Jugendliche zu lange im Netz aufhalten, sagte sie laut einer Mitteilung am Montag in Berlin. "So können sie die Kontrolle über den eigenen Internetgebrauch verlieren."

Exzessive Nutzung nimmt zu

Laut Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verbringen 12- bis 17-jährige Jungen im Schnitt mehr als 16 Stunden pro Woche mit Computerspielen und Internet. Bei den Mädchen sind es 11 Stunden. Bei etwa 3,2 Prozent der 12- bis 17-Jährigen in Deutschland könne Stand heute von einer exzessiven Nutzung von Internetangeboten und Computerspielen ausgegangen werden. Eine exzessive Nutzung liege zum Beispiel vor, wenn Betroffene Schwierigkeiten hätten, ihren Internetgebrauch zu kontrollieren, sich gedanklich übermäßig stark mit Internetangeboten beschäftigten und sich körperlich und psychisch unwohl fühlten, wenn sie nicht online sein können. Bei einer kritischen Einschätzung soll die Internetseite www.ins-netz-gehen.de helfen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk forderte verständliche Alterskennzeichnungen von Internetseiten. Außerdem wurde eine bundesweite Offensive für mehr Kindersicherheit im Internet angeregt. "Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich mit eigenen Materialien dafür ein, Kinder und Familien alltagsnah über Potenziale und Risiken, die insbesondere mit der Nutzung des Internets verbunden sind, zu informieren. Denn gerade in Familien wird ein entscheidender Beitrag zur Medienbildung von Kindern geleistet. Familien müssen darin unterstützt werden, Medien zu Hause zum Thema zu machen, ohne sich von technischen Entwicklungen oder komplexen Fragen der Medienerziehung überfordert zu fühlen", sagte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann.

(Hayo Lücke)

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