Bilanzzahlen

Drillisch setzt weiter auf Wachstum - deutliches Ertragsplus für 2017 angepeilt

Das Unternehmen Drillisch will weiter wachsen und setzt mit dem Zukauf von Marken wie Yourfone weiter auf Expansion. Der Umsatz hat dadurch deutlich zugelegt.

Marcel Petritz, 12.05.2016, 10:35 Uhr (Quelle: DPA)
Drillisch Zentrale© 1&1 Drillisch AG

Maintal - Der Mobilfunkanbieter Drillisch kommt bei seiner Wachstumsoffensive weiter voran. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres legten die Hessen mit Marken wie Smartmobil und Yourfone weiter kräftig zu, allerdings kostete der Aufbau der eigenen Ladenkette auch Geld. Der Umsatz legte im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum vor allem dank Zukäufen um drei Viertel auf 173,4 Millionen Euro rasant zu, wie das Unternehmen am Mittwochabend überraschend mitteilte. Die Erlöse mit Mobilfunkdienstleistungen stiegen um knapp ein Drittel auf 124,6 Millionen Euro.

Netzabkommen mit Telefonica Deutschland geschlossen

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging hingegen um 11 Prozent auf 24 Millionen Euro zurück. Die Jahresprognose beim Ebitda von 115 bis 120 Millionen Euro behielt das Management aber bei - und nimmt sich für 2017 wieder deutlichere Schritte nach vorn vor: Dann sollen beim operativen Ergebnis 160 bis 170 Millionen Euro erzielt werden.

Drillisch als Anbieter ohne eigenes Netz will seit der milliardenschweren Übernahme von E-Plus (www.eplus.de) durch Telefonica Deutschland eine größere Rolle auf dem deutschen Mobilfunkmarkt spielen. Das Unternehmen hatte daher ein großangelegtes Netzabkommen mit dem nach Anschlüssen nun größten deutschen Mobilfunker Telefonica Deutschland geschlossen. In den kommenden Jahren will das Unternehmen nach und nach 20 Prozent des Netzes der Münchener nutzen, mit Option auf weitere 10 Prozent. Dazu hatte das Unternehmen die ehemalige E-Plus-Marke Yourfone (www.yourfone) gekauft und ist mit dieser neben dem angestammten Onlinegeschäft nun auch erstmals in den Fußgängerzonen mit eigenen Shops vertreten. Zudem erwarb der Konzern im vergangenen Jahr den Händler The Phone House, der einen Schwerpunkt auch im Geräteverkauf hat.

Drillisch braucht 500.000 neue Kunden

Die Teilnehmerzahl steigerte das Unternehmen aus Maintal im ersten Quartal im Vergleich zum vierten Jahresviertel um 119.000. Die Kundenzahl bei umsatzstärkeren Tarifen mit Inklusivpaketen stieg um 168.000, die nicht so lukrativen Kunden ohne Sprach- und Datenkontingente wurden erneut weniger. Früheren Aussagen von Noch-Vorstandschef Paschalis Choulidis zufolge braucht der im TecDax notierte Konzern im Jahr 500.000 neue Kunden, um die angemietete Netzkapazität von Telefonica Deutschland auch zu füllen. Am 24. Mai will Drillisch den kompletten Zwischenbericht vorlegen.

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