Glasfasernetz

Dresden baut kommunales "Stadtnetz 500+" aus

In Dresden startet offiziell der Ausbau des Projekts "Stadtnetz 500+". Bis Ende 2023 sollen insgesamt mehr als 500 kommunale Betriebe und Einrichtungen ans stadteigene Glasfasernetz angeschlossen werden.

Melanie Zecher, 13.12.2019, 13:22 Uhr
Dresden© draghicich / Fotolia.com

Derzeit lässt die Landeshauptstadt Dresden die 10. Grundschule auf der Struvestraße in der Seevorstadt an das städtische Glasfasernetz anschließen. Damit beginnt offiziell das Breitband-Ausbauvorhaben "Stadtnetz 500+". Bis Ende 2023 sollen knapp 400 weitere kommunale Standorte an den bestehenden Glasfasernetz-Verbund der Stadt Dresden, der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH und der Dresdner Verkehrsbetriebe AG angeschlossen werden.

Dafür wird das vorhandene, rund 550 Kilometer lange Glasfasernetz um rund 60 Kilometer erweitert. Gleichzeitig werde die alten Datennetzanschlüsse auf Kupferbasis abgeschaltet. Mit der Planung und Errichtung der Anschlüsse ist das städtische Tochterunternehmen DREWAG Netz GmbH beauftragt.

Über 500 Einrichten sollen ans kommunale Netz

Bis Ende 2023 sollen insgesamt mehr als 500 Einrichtungen der Stadtverwaltung und ihrer Eigenbetriebe, darunter Schulen, Museen, Bibliotheken, Feuerwachen und Bürgerbüros, an das kommunale Glasfasernetz angeschlossen sein. Über dieses "Stadtnetz 500+" stellt der Eigenbetrieb IT-Dienstleistungen zukünftig alle internen und externen Telekommunikationsdienstleistungen, Datennetze, Internetangebote und die digitalen Fachanwendungen für die unterschiedlichen Nutzer bereit. Bisher waren nur 74 Einrichtungen angeschlossen.

Stadt Dresden nimmt Glasfaser in die eigene Hand

Der Stadtrat hatte das rund 21 Millionen Euro kostende Projekt im Juli 2019 beschlossen. Finanziert wird das Vorhaben komplett aus Eigenmitteln der Landeshauptstadt Dresden. "Die Vorteile, die Glasfaserpaare faktisch selbst in der Hand zu halten und nicht für jede Netzdienstleistung bei privaten Telekommunikationsunternehmen sowohl Leitungen anmieten als auch Datentransport einkaufen zu müssen, haben am Ende einfach überwogen", fasst Bürgermeister Dr. Peter Lames die Entscheidung der Stadt zusammen.

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