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Drei Prozent mehr als zehn Stunden täglich online

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige gefordert.

03.07.2009, 08:18 Uhr (Quelle: DPA)
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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), hat eine Ausweitung der Therapiemöglichkeiten für Online-Süchtige gefordert. Damit erneuerte sie eine Forderung von Mitte Juni, wo sie vorgeschlagen hatte, Internetsüchtigen über die Drogenberatung eine Anlaufstelle zu geben. Es gebe bereits entsprechende Angebote, "es gilt jetzt, die noch auszuweiten", sagte Bätzing der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagausgabe). "Der Bedarf wächst. Denn das Problem wird immer größer", so die Drogenbeauftragte.
Online-Sucht so gefährlich wie Glücksspiel-Sucht
Laut Bätzing sind etwa drei Prozent aller Internetnutzer abhängig und verbringen in ihrer Freizeit mehr als zehn Stunden täglich im Internet. In der Folge würden unter anderem Sozialkontakte in der realen Welt "auf Null reduziert", die Konfliktfähigkeit bei den Betroffenen sinke, ebenso das Kommunikationsvermögen. Online-Sucht sei durchaus etwa mit Glücksspielsucht zu vergleichen, so Bätzing.
Online-Sucht ist bislang international nicht als Krankheit anerkannt. Heute findet in Berlin ein Kongress statt, der sich mit Problemen der Internet- und Onlinesucht beschäftigt.

(Hayo Lücke)

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