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Drei Fragen an MySpace-Chef Mike Jones

MySpace-Chef Mike Jones beantwortete Fragen der Nachrichtenagentur dpa zu dem Umbau und der Konkurrenz mit dem größeren Rivalen Facebook.

30.10.2010, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Das Online-Netzwerk MySpace kündigte am Mittwoch eine Neuausrichtung zur Unterhaltungs-Plattform an. MySpace-Chef Mike Jones beantwortete Fragen der Nachrichtenagentur dpa zu dem Umbau und der Konkurrenz mit dem größeren Rivalen Facebook:

Ist die Neuausrichtung ein Eingeständnis, dass Sie den Wettlauf mit Facebook um die Nutzer verloren haben?

Jones: "Ich denke, dass wir uns in sehr unterschiedliche strategische Richtungen bewegen. Wir fokussieren uns auf eine bestimmte Nutzergruppe, die an Unterhaltungsinhalten interessiert ist. Es geht dabei nicht darum, alle Menschen weltweit zu vernetzen. Ich gehe davon aus, dass wir am Ende feststellen werden, dass wir uns mit Facebook und Twitter wunderbar ergänzen."

Viele Nutzer haben sich bereits eine soziale Umgebung im Internet bei Diensten wie Facebook oder Twitter geschaffen, wo sie im Prinzip alles machen können, was Myspace bietet. Laufen Sie nicht Gefahr, unnötig zu werden?

Jones: "Was wir gelernt haben ist, dass die Nutzer im Internet auf verschiedenen Plattformen Gemeinschaften für unterschiedliche Zwecke bilden. Die Leute, die Myspace nutzen, um sich mit anderen über Entertainment-Inhalte auszutauschen, haben hier ihre einzigartige soziale Umgebung extra dafür. Auf Facebook oder Twitter geht es ihnen vielleicht um andere Themen. Wir wollen der Ort im Internet sein, an dem die Menschen ihr Interesse für Musik, Filme oder Spiele am besten entfalten können."

Was ist mit den Leuten, die Myspace weiterhin vor allem für die Kommunikation mit Freunden und die Gestaltung ihrer Profile nutzen wollen?

Jones: "Es ist eine große Herausforderung, neben dem großen Entertainmentangebot die Kommunikationsmöglichkeiten nicht zu vernachlässigen. Wer mit vielen Freunden verbunden ist, wird in seinem Myspace-Informations-Strom jedoch neben personalisierten Entertainment-Inhalte auch nach wie vor deren Neuigkeiten vorfinden. Somit kann man Myspace natürlich auch weiterhin für soziale Aktivitäten nutzen."

(Hayo Lücke)

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