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Doppelherz-Grafik von Nvidia: 7950 GX2 ist da

Nach der Auslieferung in Komplettsystemen mit Quad-SLI-Grafik schickt Nvidia seine neuen Doppelkern-Karten jetzt auch einzeln auf den Markt. Für Preise von 500 bis 650 Euro sollen dem Gamer die Fetzen um die Ohren Fliegen.

11.06.2006, 11:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Nach der Ankündigung von Doppelkern-Grafikkarten auf der CeBit 2006 verbaute Nvidia die ersten GeForce 7950 GX2 zunächst lediglich in High-End-Systemen im Doppelpack als Quad-SLI-Lösung. Seit dem 5.Juni sind die Adapter nun auch ohne Anhang im Einzelhandel erhältlich.
Zwei Chips, ein Slot
Mit der GeForce 7950 GX2 bringt Nvidia ihre erste offizielle Mehrchiplösung auf den Markt, die nur einen PCIe-Slot benötigt. Ein SLI-Board ist für den Gebrauch also nicht von Nöten. Nichts desto trotz muss ein PCI-Slot dem mächtigen Adapter weichen. Die Dual-Chip-Karte besteht nämlich nicht nur aus zwei GPUs (Graphic Processing Units), sondern sitzen diese auch gleich auf zwei übereinander gestapelten Platinen, auf denen jeweils ein dünner Kühlkörper angebracht ist.
Mit dieser Doppelplatinenlösung erreicht die 7950 GX2 in etwa die Höhe einer ATI 1900 XTX im Referenzdesign. Bei der Länge konnte Nvidia den auf der CeBit vorgestellten Modellen glücklicherweise noch etwas abschneiden. Mit 23 Zentimetern ist die Karte etwa genau so lang, wie die aktuelle 7900 GT.
Neuer Chip oder nur neuer Name?
7900 GT ist auch das Stichwort, wenn es um den verwendeten Chip geht. Selbst tituliert Nvidia die Verwendete GPU als "7950-Chip". Bei genauerem Hinsehen stellt sich jedoch heraus, dass die zwei Recheneinheiten auf dem 7900 GT Chip basieren und lediglich mit etwas anderem Takt arbeiten. Statt mit GT-typischen 450 MHz arbeitet die GPUs der 7950 GX2 jeweils mit 500 MHz. Der Speicher wurde hingegen von 660 auf 600 MHz runtergeschraubt. Die Anzahl der Rendering-Pipelines bleibt bei 24 (24 Pixel Shader, 8 Vertex Shader). Verdoppelt wurde auch nicht nur die GPU sondern auch der Speicher, so dass der 7950 GX2 satte 1024 Megabyte an 256-Bit Speicheranbindung zur Verfügung stehen. Mit diesen Leistungsmerkmalen soll die Karte besonders für hohe Auflösungen geeignet sein.
Durchstarten - aber zunächst ohne Quad-SLI
Nach Vorstellung des neuen Modells auf der CeBit verbauten die Kalifornier die Karten beinahe ausschließlich in Quad-SLI-Systemen - also zwei 7900 GX2 (so damals der Name) im Verbund - und erzielten damit bislang unerreichte Spitzenwerte. Wer jetzt allerdings das nötige Kleingeld übrig hat und sich auf die Vierfach-Power freut muss leider enttäuscht werden. Treiber für die Unterstützung von Quad-SLI sind bislang nur den PC-Herstellern vorbehalten.
Die Karten werden bereits von mehreren Grafikkarten-Fabrikanten angeboten. Das günstigste Modell kommt derzeit von Gigabyte und kostet im Internet um die 500 Euro. XFXs Spitzenversion liegt etwa 150 Euro darüber, hat jedoch auch 175 MHz mehr Speicher- und 20 MHz mehr Chip-Takt als vorgesehen.

(Philip Meyer-Bothling)

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