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Domino-Effekt: The Old Reader wird eingestellt

The Old Reader wurde der neue Zulauf nach dem Aus des Google-Reader zu viel. Die Macher des RSS-Readers kündigten nun an, die Website in zwei Wochen abzuschalten.

30.07.2013, 11:14 Uhr
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Googles Ankündigung im März, den Reader im Sommer abzuschalten, hat eine Kettenreaktion ausgelöst. Feedly schickt sich an, mit neuen Funktionen dessen Rolle zu übernehmen. Der schlichteren Alternative The Old Reader wurde der neue Zulauf jedoch zu viel. Die Macher des RSS-Readers kündigten nun an, die Website in zwei Wochen abzuschalten.

Technische Probleme durch hohen Zulauf

Das Design des Old Reader lehnte sich an den alten Google Reader an und war vor allem bei denjenigen beliebt, die von Googles Schritt enttäuscht waren, die sozialen Funktionen zu entfernen, um Google+ zu pushen. Der Old Reader war ein privates Projekt, wurde aber vor einem Jahr für alle freigeschaltet. Seit März diesen Jahres kämpften die Macher jedoch mit technischen Problemen, sie waren schlichtweg überlastet. Vor einer Woche drohte sogar der komplette Verlust aller Daten.

Der Old Reader wird in Zukunft als privates Projekt fortgeführt – aber nicht nur für die Personen, die persönlich bekannt sind, sondern auch für alle Nutzer, die sich vor dem 13. März 2013 angemeldet haben. Der Dienst wird also von denjenigen weiterhin genutzt werden können, die sich seinerzeit bewusst für den Old Reader als bessere Alternative zum Google Reader entschieden und nicht einfach nur nach der zweitbesten Lösung gesucht haben, als dessen Einstellung angekündigt wurde.

Bei den Nutzern, die den Old Reader auch weiterhin nutzen können, wird dies im RSS-Reader angezeigt. Die Daten werden dann automatisch auf das neue System migriert. Alle anderen Nutzer können ihre Abonnements in Form der OPML-Datei exportieren.

(Peter Giesecke)

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