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Domain-Markt 2011: Zufriedenheit ja, Jubel nein

Die weltgrößte Domain-Handelsbörse Sedo hat das vergangene Jahr mit soliden Umsätzen abgeschlossen. Das zeigt das nun erschienene "Domainmarkt-Barometer 2011".

03.02.2012, 18:01 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Solide, aber nicht rekordverdächtig – so lautet die Bilanz der weltgrößten Domain-Handelsbörse Sedo im aktuellen "Domainmarkt-Barometer 2011" (PDF) zur Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres. Insgesamt wechselten 39.951 Top Level Domains (TLD) über die Plattform ihren Besitzer und erzeugten ein Verkaufsvolumen von rund 60 Millionen Euro. Gegenüber dem Boom-Jahr 2010 ist dies ein Rückgang um 3.500 Domains beziehungsweise – bereinigt um den außergewöhnlichen Einzelerlös von sex.com – von 6 Millionen Euro.

Der Klassiker bleibt Bestseller

Die höchsten Verkaufsanteile entfielen mit 44 Prozent erneut auf klassische .com-Adressen, gefolgt von der deutschen .de-Domain mit 18 Prozent und der britischen .co.uk mit 6 Prozent. Neu in der Top Ten der beliebtesten Endungen sind die Kürzel .co und .me. Letztere erfreue sich aufgrund ihrer Eignung für Kampagnen oder Social-Media-Projekte vor allem im englischsprachigen Raum steigender Beliebtheit, teilte Sedo mit.

Nicht mehr unter den Bestsellern fanden hingegen .fr und .es. Der Preis pro verkaufter TLD erreichte im Durchschnitt einen Preis von 1.516 Euro – im Vergleich zu 2010 ein Rückgang um mehr als 200 Euro. Mehr als die Hälfte aller Käufer kamen dabei zu etwa gleichen Teilen aus Deutschland und den USA.

Teuerste Domain bringt 2,5 Millionen Dollar

Teuerste unter den zur Veröffentlichung freigegebenen Domains des letzten Jahres blieb auch nach Abschluss des vierten Quartals 2011 gambling.com mit 2,5 Millionen Dollar. Mit Abstand dahinter folgten die kurz vor Jahresende nach Dubai verkauften Adresse dudu.com mit 1 Million Dollar und die Kurz-Domain 88.com mit 850.000 Dollar. An vierter Stelle war mit aktien.de für 500.000 Euro die einzige deutsche URL in den Top Ten vertreten. Von diesem Ausreißer abgesehen erzielten TLDs mit dem hiesigen Kürzel lediglich fünfstellige Summen. Auf den folgenden Plätzen der teuersten deutschen Domains landeten fab.de mit 50.000 Euro, unterwaesche.de mit 39.999 Euro sowie frage.de und namibia.de für jeweils 35.000 Euro.

Erstmals ausgewertet hat Sedo zudem die Zeichenlänge der populärsten TLDs. Demnach werden eindeutig kürzere Begriffe bevorzugt, wenn auch zu kurze Bezeichnungen wiederum wenig Interesse wecken. Die mit jeweils mehr als 3.500 Verkäufen am häufigstens gehandelten Domains bestehen dabei aus acht Zeichen, dicht gefolgt von neun- und zehnstelligen Namen. Mitunter genügt dies dennoch nicht: die längste im Vorjahr verkaufte Domain besaß 42 Stellen.

(Christian Wolf)

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