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Doch kein Ende für skyDSL? - Die Hintergründe

Das Ende von skyDSL ist keineswegs besiegelt. Wir sprachen mit Teles skyDSL-Geschäftsführer Andreas Krüger.

25.09.2007, 13:13 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Seit heute ist es offiziell: Die Teles AG stellt zum Jahresende den skyDSL-Dienst ein. Dies bedeutet jedoch keineswegs das endgültige Aus. Wir versuchen Licht ins Dunkel zu bringen.
Defizitäre Sparte
Vor auf den Tag genau zwei Wochen sorgte ein Bericht des Berliner "Tagesspiegel" für Aufsehen: der Teles-Vorstandschef Sigram Schindler ließ in einem Interview durchblicken, dass man die skyDSL-Sparte derzeit kritisch prüfe. Schon im letzten Jahr habe es Überlegungen gegeben, das Angebot einzustellen - man entschied sich jedoch, dem Internetzugang über Satellit noch eine Chance zu geben.
Mit ein wenig mehr als 25.000 skyDSL-Kunden konnte Teles mit skyDSL nie wirklich punkten. Und durch den immer engmaschigeren DSL-Ausbau hatte es das Nischenprodukt nicht leichter. Jetzt zieht Teles also die Notbremse - schneller als erwartet, aber höchstwahrscheinlich rechtzeitig, um noch größere Verluste abzuwenden.
Was passiert jetzt?
Wir sprachen mit dem Geschäftsführer der Teles skyDSL GmbH, Andreas Krüger, über die jüngsten Entwicklungen. Krüger sagte gegenüber unserer Redaktion, dass in der Vergangenheit viel Geld in die Transponder gesteckt worden sei. Dadurch, dass die skyDSL-Technik sehr teuer sei, habe man fast durchgängig rote Zahlen mit der skyDSL-Sparte geschrieben. Verständlich also, dass jetzt die Notbremse gezogen werden soll. Gleichzeitig machte Krüger aber klar, dass dies keinesfalls das Aus für skyDSL bedeute. Derzeit suche man nach Möglichkeiten, das Geschäft aufrecht zu erhalten. Man führe Gespräche mit möglichen Interessenten und Gesellschaftern. Schon sehr bald entscheide sich, was mit den Bestandskunden und dem skyDSL-Geschäft passiere.
Aufatmen?
Wie genau eine Fortführung aussehen könnte, wollte sich Krüger nicht entlocken lassen. Ziel sei es, die Zukunft der Bestandskunden und Mitarbeiter der Teles skyDSL GmbH zu sichern. "Die Bestandskunden werden in jedem Falle bis Ende dieses Jahres versorgt", so Krüger. Alles weitere kläre sich "in den nächsten Tagen".
Zwei-Wege-Angebote starten
Auch die Vermarktung der erst kürzlich vorgestellten Zwei-Wege-Produkte läuft nach Angaben des skyDSL-Geschäftsführers an. Nach Ansicht Krügers stecke in diesem System "ein großes Potenzial". Das letzte Wort ist also noch lange nicht gesprochen: Man darf gespannt sein, wie es mit skyDSL weiter geht.

(Michael Müller)

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