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Dobrindt fordert Gratis-WLAN in Regionalzügen

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt fordert einen kostenlosen Internetzugang per WLAN für die Fahrgäste in Regionalzügen. Dies sagte er in einem Gespräch mit der "Wirtschaftswoche".

19.01.2015, 11:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt fordert einen kostenlosen Internetzugang per WLAN für die Fahrgäste in Regionalzügen. Dies sagte er in einem Gespräch mit der "Wirtschaftswoche".

Kostenlos schon im ICE, 1. Klasse

"Kostenloses WLAN muss es im ICE genauso geben wie im Regionalexpress und in den Bahnhöfen", sagte Bundesverkehrsminister Dobrindt.

Die Deutsche Bahn plant bereits die Einführung eines kostenlosen WLAN-Zugangs - vorerst allerdings nur im ICE. In der ersten Klasse kann dieser seit Mitte Dezember ohne Zusatzkosten genutzt werden. In der zweiten Klasse soll dies erst 2016 soweit sein.

Züge und Netze aufrüsten

Die Bahn nennt technische Hürden als Grund. In einem vollbesetzten ICE gebe es 900 potentielle Internetnutzer. Um eine solch hohe Nachfrage bedienen zu können, müssten noch eine Reihe von Wagen mit leistungsfähigen Empfängern ausgerüstet werden. Aber auch die Netze am Rande der Fahrstrecke müssten entsprechende Kapazitäten aufweisen.

Einen kostenlosen Internetzugang gibt es bereits in vielen Bahnhöfen. Diese Angebote sind aber nicht auf staatliche Initiative entstanden, sondern als privatwirtschaftliche Kooperation zwischen Bahn und Telekom. Der Gratis-Zugang ist deshalb auch zeitlich begrenzt.

Gratis-WLAN in Behörden

Gegenüber der "Wirtschaftswoche" hat Dobrindt auch die Abschaffung der Roaminggebühren in der Europäischen Union gefordert sowie Fusionen unter europäischen Unternehmen nach dem Vorbild von E-Plus und o2. Dadurch sollen bessere Angebote für den europäischen Binnenmarkt entstehen.

Der "Bild am Sonntag" hatte Dobrindt gesagt, dass sein Ministerium dieses Jahr einen kostenlosen WLAN-Zugang anbieten werde, der rund um das Dienstgebäude in Berlin-Mitte zu nutzen sei. Dobrindt forderte, dass alle Behörden in Deutschland diesem Vorbild folgen sollten.

(Peter Giesecke)

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