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DNS:NET schließt "weiße Flecken" in Brandenburg

Es müssen nicht immer die großen Anbieter sein, die DSL in ländliche Regionen bringen. Das Brandenburger Unternehmen DNS:NET erschließt aktuell Königs Wusterhausen mit eigener DSL-Infrastruktur.

25.09.2009, 15:01 Uhr
Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com

Die Reden und Absichtserklärungen, die in den letzten Jahren zum Ausbau der Breitband-Netze in Deutschland gehalten wurden, füllen ganze Aktenordner. Erst in dieser Woche kündigte etwa die Deutsche Telekom eine Ausweitung des Breitband-Ausbaus auf 750 Orte an. Doch schnelles Internet über ein eigenes DSL-Netz liefert nicht nur der ehemalige Monopolist oder große Provider wie etwa Vodafone. Das Brandenburger Unternehmen DSN:NET rüstet bereits seit 2007 ländliche Gebiete in Brandenburg mit schnellen Internetzugängen aus.
DSL-Anschlüsse für 2.800 Bürger
Aktuell profitieren die Einwohner von Königs Wusterhausen von Ausbaumaßnahmen des Unternehmens. Bislang verfügen in dem knapp 40 Kilometer von Berlin gelegenen 33.000 Einwohner-Städtchen erst 50 Prozent der Bevölkerung über schnelle Internetzugänge. Ab November sollen weitere 2.800 Bürger der Region schnell im Internet surfen können.
Der Spatenstich für den Netzausbau erfolgte am Donnerstag mit prominenter Beteiligung. Im Gewerbegebiet Möllenberg/Niederlehme hatte sich neben Ministerpräsident Matthias Platzeck und dem Bundestagsabgeordneten Peter Danckert weitere lokale Politprominenz versammelt. Der jetzt in Angriff genommene breitbandige Netzausbau erstreckt sich auf die Gebiete Niederlehme, Wernsdorf, das Gewerbegebiet Möllenberg/Niederlehme und Kablow. Die Initiative von DNS:NET wurde dabei von allen Seiten begrüßt.
Fertigstellung des Breitband-Ausbaus bis November
Die Bürger müssen laut der derzeitigen Pläne nicht lange auf die Fertigstellung des Netzes warten. Alexander Lucke, Geschäftsführer DNS:NET, verspricht: "Mit dem heutigen Spatenstich bis zum Anschluss der Kunden ans Netz wird es sehr zügig gehen. Ab November können die Anschlüsse genutzt werden." Gerade auch von den im Gewerbegebiet angesiedelten Unternehmen wurde die Erschließung mit DSL sehnsüchtig erwartet. "Für uns als mittelständisches Unternehmen mit hohem Datenaufkommen ist dieser Schritt eine enorme Erleichterung. Endlich können wir wie alle anderen Unternehmen schnelle Kommunikationswege in Anspruch nehmen", so Knut Wischmann, Geschäftsführer eines dort angesiedelten Metall- und Fahrzeugbauunternehmens.
Im Ortsteil Zernsdorf hatte DNS:NET bereits 2008 innerhalb von vier Monaten eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut. Dabei wurden innerhalb des Ortes mehrere Kilometer Glasfaserkabel verlegt und drei zentrale DSLAMs (Vermittlungsstellen) installiert. Das bestehende Kupfernetz wurde dort angeschlossen. Erste Kunden konnten bereits Anfang 2009 über ihren neuen DSL-Anschluss mit Bandbreiten von bis zu 20 Megabit pro Sekunde im Internet surfen.

(Jörg Schamberg)

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