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Disney drängt ins europäische Mobilfunkgeschäft

Konzern will nach einem Pressebericht in mehreren europäischen Ländern als virtueller Netzetreiber auftreten.

31.10.2005, 16:21 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Nach den USA will der Medienkonzern Disney laut einem Pressebericht auch in Europa in das Geschäft mit Mobilfunkverträgen einsteigen. Disney plane 2006 in Frankreich sowie anderen europäischen Ländern wie Großbritannien eine Zulassung als so genannter virtueller Mobilfunkanbieter ohne eigenes Telefonnetz, berichtete die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos" unter Berufung auf Branchenkreise. Ziel sei das Angebot von Prepaid-Verträgen für Jugendliche.
Nicht mehr nur Portalgeschäfte
Als virtueller Mobilfunkanbieter müsste Disney einen Vertrag mit einem Netzanbieter schließen, über den die Gespräche abgewickelt werden. Diese Vereinbarung stehe in Frankreich noch aus, hieß es in "Les Echos". Das Unternehmen habe aber bereits begonnen, das Personal für den neuen Geschäftszweig zu rekrutieren. In Frankreich wie auch in Deutschland betreibt Disney das Internet-Portal Disneymobile. Dort bietet der US-Konzern für Handys Klingeltöne, Logos und Bildschirmhintergründe und Spiele mit seinen Figuren zum Herunterladen an.
In den USA hat Disney bereits einen Vertrag mit dem Telefonanbieter Sprint geschlossen. Der neu gegründete Anbieter Disney Mobile soll 2006 an den Start gehen. Auch eine weitere Disney-Tochter, der US-Sportkanal ESPN, soll dann ins Mobilfunkgeschäft einsteigen. In den USA bietet Disney die Verträge nicht ausdrücklich Kindern, sondern Familien an. Laut "Les Echos" könnte sich das Unternehmen auch in Europa dazu entschließen, weil in mehreren Ländern von offizieller Seite vom Gebrauch von Handys durch Jugendliche abgeraten wird.

(Hayo Lücke)

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