Zugangsdaten für Hinterbliebene

Digitales Erbe nach dem Tod: Nur wenige regeln Zugang zu Online-Konten

Online-Banking, Online-Shopping, Facebook-Account und E-Mail-Postfach: Was passiert mit den persönlichen Online-Accounts nach dem Tod? Darüber machen sich viele Internetnutzer laut einer aktuellen YouGov-Umfrage offenbar keine Gedanken.

Jörg Schamberg, 30.10.2017, 15:58 Uhr (Quelle: DPA)
InternetInternetnutzer haben häufig viele Online-Accounts - doch wer hat nach dem Tod Zugriff darauf?© Gunnar Assmy / Fotolia.com

Karlsruhe - Nur etwa jeder zehnte deutsche Internetnutzer hat sich schon darum gekümmert, was nach seinem Tod mit seinen Online-Konten passieren soll. In einer repräsentativen YouGov-Umfrage gaben nur 8 Prozent der mehr als 2.000 befragten Internetnutzer an, für ihre Hinterbliebenen Zugangsdaten zu allen genutzten Diensten und Online-Konten hinterlegt zu haben. Weitere 4 Prozent haben zumindest bei einigen Diensten Vorkehrungen für den Todesfall getroffen. 45 Prozent der Befragten war sich der Problematik ihres digitalen Erbes dagegen bislang nicht bewusst.

Vielen Internetnutzern fehlen Infos über digitalen Nachlass

Jeder vierte Befragte (25 Prozent) erklärte, ihm fehlten ausreichende Informationen, wie der digitale Nachlass eigentlich geregelt werden sollte. 6 Prozent sagten, ihnen sei das ganze Thema unangenehm, und 11 Prozent machten keine Angaben. YouGov hatte im Auftrag von Web.de und GMX insgesamt 2.020 deutsche Internetnutzer ab 18 Jahren befragt.

Liste mit bestehenden Accounts und Passwörtern anlegen

Hinterbliebene haben nach dem Tod eines Verwandten oft Probleme, einen Überblick über das digitale Erbe des Verstorbenen zu erhalten. Insbesondere dann, wenn sie keinen Zugriff auf die Online-Konten und Online-Abonnements erhalten. Es ist daher ratsam, frühzeitig eine Liste mit bestehenden Accounts und Passwörtern anzulegen. Eine Vertrauensperson sollte zudem eine Vollmacht erhalten, damit sie im Todesfall auf die Online-Daten zugreifen kann.

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