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Digitaler Spion: Neue WLAN-Kamera von D-Link

D-Link bemüht sich nach Kräften, seine Cloud-Router-Produkte an den Mann zu bringen. Neuzugang DCS-2332L soll den Wachhund ersetzen und Tag und Nacht hochwertige Videos erstellen - damit Einbrechern der Appetit vergeht.

14.04.2013, 10:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Wenn in der Nachbarschaft des Öfteren Diebe einsteigen, das Traumhaus einsam auf weiter Flur steht oder der Wohnwagen an Wochentagen ohne Eigentümer auskommen muss, wächst das Unbehagen: Streicht schon der erste Einbrecher um Haus und Hof herum, während der Besitzer ahnungslos arbeitet oder seinen Urlaub genießt? Für solche Fälle eignen sich Überwachungskameras mit Fernüberwachungsoption.

Per App bequem "spionieren"

Netzwerk-Spezialist D-Link hat jetzt mit DCS-2332L ein Cloud-Router-Modell herausgebracht Die digitalen Argusaugen nehmen das Geschehen vor der Haustür bei Tag und Nacht mit HD-Qualität auf. Die Nutzer können alles bequem via Tablet oder Smartphone über eine iPhone- oder Android-App verfolgen, archivieren oder sich Schnappschüsse schicken lassen, so der Hersteller.

DCS-2332L funktioniert auch mit Netzwerkkabel, ist aber eigentlich als Wireless-Lösung gedacht. Für den Betrieb ist somit lediglich eine Steckdose und ein geeigneter Positionsort erforderlich. D-Link hat dem "Spion" ein wasserfestest Gehäuse spendiert, das ebenso wie Anschlüsse, Mikrofon und Lautsprecher Wind und Wetter standhalten soll.

Die Videos erreichen mit bis zu 1.280x800 Pixel Auflösung HD-Qualität, können mit Zeitstempeln versehen werden und sollen auch nachts überzeugen: Mittels Infrarot-Dioden nimmt die Kamera auch bei kompletter Dunkelheit brauchbare Bilder im Umkreis von bis zu fünf Metern auf, so der Hersteller. Durch Mikrofon und Lautsprecher kann der Nutzer auch Personen vor der Kamera ansprechen, beispielsweise wenn sie an der Tür klingeln - oder wenn sie sich verdächtig daran zu schaffen machen.

Auch nachts liefert die Kamera zuverlässige Bilder. Das beweist dieses Youtube-Video.

So ein Live-Video kann recht langweilig werden, wenn gerade nichts los ist. Deshalb hat D-Link der Kamera einen Bewegungsmelder spendiert, der das Gerät automatisch bei Vorgängen im Zielbereich aktiviert, sowie einen 10-fachen Digital-Zoom – einen Analog-Zoom sucht man hingegen vergebens. Stattdessen lassen sich diskreter Weise bestimmte Bereiche wie die Fenster eines Nachbarn aussparen.

Ist die Netzwerkverbindung einmal unterbrochen, müssen die Bilder nicht gleich verloren gehen. Die DCS-2332L kann die Videos auch auf einer Micro-SD-Karte speichern. Diese befindet sich allerdings nicht mit im Lieferumfang, sondern muss extra besorgt werden. Alternativ kann jedoch auch ein Network-Attached-Storage-Server als Speicherort dienen, auf dem man die Filme auch archivieren kann.

Im Mydlink-Portal können sich die Nutzer mit wenigen Schritten ein Profil einrichten und Anleitungen abrufen. Besitzt der Nutzer einen mydlink-fähigen Cloud-Router, soll er die Kamera an einer seiner Schnittstellen erkennen und selbständig konfigurieren, so dass auch Neueinsteiger schnell die ersten Bilder zu sehen bekommen.

Das Gerät ist mit Standfuß und Antenne etwa 20 Zentimeter hoch, ohne Zubehör 10,5 Zentimeter. Ein Billig-Schnäppchen ist es allerdings nicht: Die Preisempfehlung für die Kamera liegt bei recht üppigen 399 Euro, hinzu kommt eventuell noch der Cloud Router für etwa 40 Euro. Im Online-Handel ist die DCS233LL bereits ab 268 Euro erhältlich.

(Dorothee Monreal)

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