Studie

Digitale Assistenten: Jeder dritte Deutsche befürchtet Datenmissbrauch

Digitale Sprachassistenten wie Amazon Echo, Siri, Google Now & Co. werden von immer mehr Menschen genutzt. Doch laut einer Studie zeigt sich ein Drittel der Deutschen skeptisch in Bezug auf Datenmissbrauch und Überwachung.

Jörg Schamberg, 16.11.2017, 09:37 Uhr (Quelle: DPA)
Sprachassistenten im VergleichÜber die Hälfte der Menschen in Deutschland hat bereits schon einmal digitale Assistenten genutzt.© Amazon.com, Inc. / Google Inc. / Apple Inc. / i12 GmbH

Berlin - Digitale Sprachassistenten sind noch jung, halten aber bereits verstärkt Einzug in den Alltag. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland (56 Prozent) hat bereits schon einmal einen solchen Assistenten genutzt, wie eine repräsentative Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft ergab (BVDW). Und weitere 19 Prozent können sich eine Nutzung zumindest vorstellen. Besonders häufig genannt wurden dabei Googles Assistant beziehungsweise Google Now (29 Prozent), gefolgt von Apples Siri (22 Prozent) und Cortana von Microsoft (14 Prozent). Amazons Alexa belegt demnach den vierten Platz mit 12 Prozent.

Amazon bei vernetzten Lautsprechern wohl vorne

Eine Differenzierung der Nutzung über das Smartphone, den PC oder vernetzte Lautsprecher nimmt die Studie des BVDW nicht vor. Bei den Lautsprechern dürfte Pionier Amazon die Nase vorn haben. Google brachte seinen Lautsprecher Home erst deutlich später auf den Markt, Apple will den Verkauf seines HomePod im Dezember starten.

Angst vor Überwachung durch die digitalen Helfer

"Alarmierend" sei jedoch, dass jeder Dritte Datenmissbrauch oder Überwachung über die digitalen Helfer befürchtet, wie die Studie ebenfalls ergab, sagte BVDW-Vizepräsident Achim Himmelreich. "Hier besteht auch aus Sicht der Branche Handlungs- und Aufklärungsbedarf." Denn die Konversation mit künstlicher Intelligenz werde "in nicht allzu ferner Zukunft ganz selbstverständlicher Teil des Alltags sein", betonte Himmelreich.

Weiterführende Links
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang