Security

Die microSD-Karte wird zur Smartcard

Die SD Card Association hat eine Spezifikation entwickelt, die aus einfachen microSD-Speicherkarten eine Smartcard macht. Das ermöglicht die Nutzung von Mehrwertdiensten direkt auf dem Gerät bis hin zu NFC-Anwendungen.

08.06.2013, 16:01 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Die SD Card Association hat eine Spezifikation entwickelt, die aus einfachen microSD-Speicherkarten eine Smartcard macht. Das ermöglicht die Nutzung von Mehrwertdiensten direkt auf dem Gerät bis hin zu NFC-Anwendungen. Die sichere Authentifizierung geschieht dann lokal auf dem Smartphone und nicht im Internet. Genutzt werden kann das von Banken, Kreditkartenunternehmen, Einzelhändlern, Verkehrsbetrieben und Behörden. Damit kann dann auch die eine oder andere Kundenkarte aus dem Portemonnaie genommen werden.

Schnittstelle zwischen microSD-Karte und NFT-RF-Gerät

Die Smart-SD-Karten genannten microSD-Speicherkarten nutzen die SD-Architektur und den ASSD-Standard (Advanced Security SD), um über den SD-Bus Befehle zu übermitteln – zum Beispiel an JavaCard-Applets. Der Standard fügt mechanische Kontaktplatten und eine SWP-Schnittstelle (Single Wire Protocol) zwischen microSD-Karte und dem NFC-RF-Gerät am Host hinzu. Smart-SD-Karten lassen sich personalisieren, womit die Notwendigkeit eines Trusted-Service-Managers (TSM) bei der Einführung wegfällt.

"Die abschließende Erweiterung von Smart-SD markiert die Umsetzung der im Jahr 2011 bekanntgegebenen Strategie, neue Märkte zu entdecken, die von SD-Standards profitieren würden", so Brian Kumagai, der Präsident der SD Association. "Die Integration der Smart-Chip-Technologie in microSD-Speicherkarten gibt Smartphones und Phablets mit SD-Ports sowohl online als auch offline neue Verbraucherfunktionen."

Und weiter: "Wir wissen, dass sich die Verbraucher mehr Flexibilität zur Erweiterung ihrer Speicherkapazitäten wünschen sowie eine einfache Möglichkeit, um die Vielfalt der Mehrwertdienste zu nutzen, die von einer breiten Palette von Unternehmen und Einrichtungen angeboten werden."

(Peter Giesecke)

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