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Die "Mai-lights" in Sachen VoIP

Strahlender Sonnenschein und Sommertemperaturen bescheren dem VoIP-Markt einen zahlreiche Neuheiten und Angebote. Wir geben einen Überblick in unserer Monatsübersicht.

03.05.2007, 12:24 Uhr
Video Chat© Monkey Business / Fotolia.com

Der Mai startet mit strahlendem Sonnenschein und Temperaturen, wie im Hochsommer. Damit ihre Kunden über Sonnenbaden und Grillen nicht das Telefonieren vergessen, haben sich die VoIP-Anbieter wieder einiges für diesen Monat einfallen lassen. Von günstiger Hardware, über Sonderaktionen bis hin zu neuen Services sind wieder viele interessante Neuigkeiten dabei, die wir in unserer Monatsübersicht zusammenfassen.
Übersicht
Direkt zu den Anbietern
1. Strato & 24x7-Business
2. 1&1, Sipgate & Bellshare
3. Freenet, Sipcall & Pepphone
Phone-Flat kostenlos
Den Anfang macht diesen Monat die Strato AG: Bei den Berlinern gibt es die Internet-Telefonie derzeit im Strato DSL 3+-Angebot als Sahnehäubchen. Wer das Paket, bestehend aus DSL-Anschluss mit maximal 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und Flatrate fürs Surfen und Telefonieren bestellt, erhält die Phone-Flat die ersten sechs Monate kostenlos. Somit wird im ersten halben Jahr nur ein monatlicher Gesamtpreis in Höhe von 28,90 Euro fällig, anschließend wird wieder der übliche Preis von 38,80 Euro in Rechnung gestellt. Mit der Phone-Flat sind Gespräche ins deutsche Festnetz inklusive, das inländische Mobilfunknetz ist für 22,20 Cent pro Minute erreichbar. Die Sonderaktion für Strato DSL 3+ gilt für Neubestellungen bis zum Donnerstag, 31. Mai. Zusätzlich fallen einmalig Bereitstellungskosten in Höhe von 29,90 Euro an.
VoIP zum Reinschnuppern
Bei 24x7 Business-Service wurde der zu dieser Jahreszeit traditionelle Frühjahrsputz dahin gehend interpretiert, dass die Unternehmenswebsite aufgeräumt und ein aufpoliertes Äußeres verpasst bekommen hat. Darüber hinaus erhalten Neukunden des VoIP-Anbieters jetzt einen besonders sanften Start. Ein oder mehrere Testaccounts können eingerichtet und bis zu sieben Tage kostenlos getestet werden. Dazu gibt es einmalig 100 Freiminuten für Gespräche ins deutsche Festnetz und auf Wunsch auch Rufnummern fürs Ausprobieren. Darüber hinaus gibt es bis Ende Mai ein Hardware-Sonderaktion beim VoIP-Anbieter aus dem Allgäu: Das AVM Gateway 5188 gibt es in zwei verschiedenen Bundle-Paketen für jeweils 589 Euro. Zur Auswahl steht das Gerät mit einem 20er Rufnummernblock sowie 1.000 Freiminuten ins deutsche Festnetz. Damit erhalten Kunden das Gateway komplett eingerichtet sowie einen VoIP-Anschluss, die einmalige Einrichtungsgebühr und Grundgebühr fürs erste Jahr entfallen. Alternativ gibt es das Gateway mit 10.000 Freiminuten ins deutsche Festnetz sowie der Voicebox und dem Fax-to-Mail-Service für ein Jahr kostenlos. Bei der 1&1 Internet AG entwickelt man derzeit ein neues Zählsystem: Nach 3DSL kam 4DSL und dem folgt nun 2DSL. Mit dem neuen Komplettpaket erhalten Kunden einen DSL-2000 Anschluss sowie eine Flatrate fürs Surfen und Telefonieren. Zum Start gibt es 2DSL drei Monate lang für 9,99 Euro im Monat. Ab dem vierten Monat wird der Standard-Preis in Höhe von 19,99 Euro fällig. Mit der Pauschale sind alle Telefonate ins deutsche Festnetz abgedeckt, Verbindungen zu den inländischen Mobilfunknetzen werden mit 21,90 Cent pro Minute abgerechnet. Das Angebot kann mit bis zu vier Telefonen gleichzeitig genutzt werden. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate.
Hardware und mehr Service
Günstige Hardware gibt es im Mai bei Sipgate: Die Düsseldorfer bieten die Fritz!Box Fon WLAN 7050 jetzt für 129 statt der vorher geltenden 159 Euro an. Außerdem gibt Sipgate seinen Neukunden wieder Starthilfe, mit dem Starter Kit, das jetzt auch von Apple-Nutzern für 4,90 Euro bis zu drei Tage nach der ersten Registrierung bestellt werden kann. Eine einfache Lösung fürs schnelle Losvoipen bietet auch der Sipgate USB-Hörer, der jetzt zehn Euro im Preis gedrückt wurde und nur noch 19 Euro kostet. Im Doppelpack gibt es das Gerät noch mal günstiger für 29 Euro, also für 14,50 Euro pro USB-Hörer.
Von den Hardware-Angeboten abgesehen, hat sich auch beim Service selbst etwas getan. Die bereits vorgestellte Rufnummernmitnahme bei Sipgate ist nun offiziell gestartet. Damit können zunächst bis zum 30. Juni kostenfrei Festnetznummern von Analog-, ISDN- und Primärmultiplexanschlüssen zum VoIP-Anbieter portiert werden. Ebenso ist es möglich, Rufnummern von Mobilfunk- und anderen VoIP-Providern mitzunehmen. Darüber hinaus können Kunden jetzt ihr Gesprächsguthaben auch per Telefon aufladen: Haben sie schon mindestens einmal per Kreditkarte oder EC-Lastschrift ihr Konto aufgeladen, können sie künftig über die Sipgate-Servicenummer 20000 diese Bezahloptionen telefonisch wählen und ihr Konto wahlweise mit zehn, 20, 50 oder 100 Euro ausstatten. Bestandskunden können derzeit ihren VoIP-Service auch dem Bekanntenkreis schmackhaft machen und fünf Gutscheine mit jeweils 333 Freiminuten für Telefonate ins deutsche Festnetz an Freunde und Verwandte verschenken, die noch keine Sipgate-Kunden sind.
Für Transatlantik-Gespräche
"Go West" ist das Motto bei VoIP-Anbieter Bellshare diesen Monat. Die Hamburger haben gerade ihr englischsprachiges Angebot für den US-amerikanischen und internationalen Markt gestartet. Die damit verbundenen Angebote sind jedoch auch für deutsche Kunden interessant, die beispielsweise häufig in die USA telefonieren. So gibt es die Flatrate "Bellshare Unlimited", mit der alle Telefonate ins Fest- und Mobilfunknetz der USA für umgerechnet rund 11,33 Euro im Monat abgedeckt sind. Die Vertragslaufzeit beträgt hier einen Monat. Zusätzlich ist ein Tarif ohne Grundgebühr erhältlich. Mit "Bellshare Pay-As-You-Go" kosten Telefonate ins US-Festnetz umgerechnet 1,40 Cent pro Minute. In beiden Tarifen werden Verbindungen ins deutsche und 21 weitere Festnetz mit 1,90 Cent pro Minute abgerechnet. Für umgerechnet rund 5,22 Euro im Monat erhalten Kunden auch eine Rufnummer aus den USA, Kanada oder Großbritannien. In beiden Tarifen erhalten Kunden außerdem eine Sprachmailbox inklusive Fax, eine beliebige Zahl Unterkonten, einen Callback-Dienst sowie der bereits vorgestellte Stay Connected Service, durch den fremde VoIP-Anbieter zusätzlich genutzt werden können. Bei der Freenet AG gibt es diesen Monat was zu Feiern: Der TÜV hat dem VoIP-Angebot der Hamburger eine gute Sprachqualität bei Gesprächen bescheinigt, die von Freenet iPhone-, Komplett- und DSL-Kunden im Freenet-Netz geführt werden. Die Messungen hätten eine identische Qualität wie bei ISDN-Telefonaten ergeben. Darüber hinaus hat Freenet die Funktion Anrufweiterleitung erweitert. Neu ist nun, dass Kunden in den Tarifen iPhone, Komplett und Freenet DSL eingehende Telefonate auf ihren bis zu drei Rufnummern nach einer vorgegebenen Zeitspanne weiterleiten können. Dazu können Kunden angeben, ob Gespräche weitergeleitet werden sollen, wenn innerhalb von 15, 30, 45 oder 60 Sekunden keine Annahme erfolgt ist. Darüber hinaus können Telefonate, wie gewohnt, sofort und wenn besetzt ist weitergeleitet werden oder wenn der Nutzer gerade offline ist. Die Weiterleitung erfolgt dann entweder auf eine frei wählbare Rufnummer oder zum kostenlosen Freenet Anrufbeantworter.
Faxen für Europa
Beim VoIP-Angebot Sipcall wird weiterhin zum Faxen machen eingeladen. Die Schweizer verlängern nämlich ihre bereits vorgestellte Kooperation mit Sagem für den Vertrieb der IP-Phonefaxe 43A und 49A. Beide Geräte können zum Telefonieren und Faxen per VoIP genutzt werden, wobei das 49A zusätzlich über ein schnurloses DECT-Telefon sowie einen integrierten Anrufbeantworter verfügt. Wer eines der Geräte über den Sipcall-Shop kauft, erhält die Europa-Flatrate für Telefonate in 15 europäische Länder drei Monate kostenlos. Damit kann bis zu 1.800 Minuten monatlich in die Festnetze der Inklusiv-Länder telefoniert werden. Das Angebot kann nach Ablauf der drei Monate auch gegen Zahlung einer Monatspauschale verlängert werden. Dann kostet die Flatrate voraussichtlich 15 Euro im Monat, der definitive Preis steht jedoch noch nicht fest. Eine Vertragslaufzeit gibt es hierbei nicht. Das Bundle mit dem IP-Phonefax 43A kostet bei Sipcall 159,99 Euro, das verwandte 49A ist mit der Flatrate bei Sipcall für 229,99 Euro erhältlich.
Nummern lang machen
Bei VoIP-Anbieter Pepphone werden, wie bereits berichtet, seit kurzem auf Wunsch portierte Rufnummern verlängert. Unabhängig davon, ob eine Analog- oder ISDN-Rufnummer mitgenommen wurde, kann sie beispielsweise um eine zusätzliche Null am Ende erweitert werden, um einen Anlagenanschluss abzubilden und Durchwahlen von -10 bis -99 zu ermöglichen. Für einen Primärmultiplexanschluss werden zusätzliche drei Stellen angehängt, um so die Durchwahlen -100 bis -999 zu erhalten. Die Nebenstellen können dann alternativ auch für den Fax2Mail-Service genutzt werden. Zusätzlich haben die Hamburger jetzt DDI-Routing (direct dialing in) eingeführt, so dass Betreiber eines eigenen Asterisk-Servers jede einzelne Rufnummer auf eine Nebenstelle des Servers weiterleiten können. Zum Start sind beide neuen Services kostenlos, lediglich für die Portierung der Rufnummer fällt eine einmalige Gebühr in Höhe von 49 Euro pro Anschluss an. Die Option Fax2Mail gibt es für 3,99 Euro brutto im Monat pro Rufnummer.

(Aleksandra Leon)

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