Security

Die Große Angst vor Hacker-Angriffen

Bei einer umfangreichen Studie sagten 79 Prozent der befragten Sicherheitsexperten deutscher Unternehmen, dass sie mit zunehmenden Hackerangriffen rechneten.

22.04.2007, 11:01 Uhr
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Deutsche Firmen sehen sich immer mehr von Hacker-Angriffen und Computer-Viren bedroht: Bei einer umfangreichen Studie sagten 79 Prozent der befragten Sicherheitsexperten deutscher Unternehmen, dass sie mit zunehmenden Hackerangriffen rechneten. Wie die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) in Berlin mitteilte, fürchten 77 Prozent der Befragten eine Zunahme des Befalls der Computersysteme durch Viren und andere schädliche Dateien.
Daten nicht sicher?
57 Prozent der Sicherheitsexperten glauben außerdem, dass der Datenverlust durch Hardware-Diebstahl zunehmen wird. Zugleich fürchten die befragten Experten, dass Diebstahl durch Mitarbeiter oder innerhalb der Lieferkette zunehmen wird. Sie sorgen sich der Umfrage zufolge auch zunehmend wegen möglicher Wirtschaftsspionage und damit einhergehend wegen des Diebstahls geistigen Eigentums. Das Delikt, mit dem sie im vergangenen Jahr am häufigsten zu tun hatten, war Kriminalität aus dem Internet.
Die Firmen sind laut der Studie weiter unzufrieden mit der Hilfe der deutschen Behörden bei Sicherheitsproblemen. So halten nur 36 Prozent der Befragten die Zusammenarbeit mit Polizei und Geheimdiensten für ausreichend. Bei der vorherigen Befragung vor zwei Jahren war dieser Wert allerdings noch niedriger und lag bei 24 Prozent. Vor allem die Zusammenarbeit mit der Polizei wird inzwischen besser bewertet. Weniger gut werden die Forschritte bei der Kooperation mit dem Verfassungsschutz gesehen. Viele Firmen wünschen sich außerdem bessere Informationen über die Gefährdungslage im Ausland.
Für die Studie wurden rund 200 Sicherheitsexperten von Firmen in Deutschland befragt. Sie betreuen insgesamt mehr als 700.000 Mitarbeiter. Die Umfrage, die von der ASW seit 1992 zum achten Mal vorgenommen wurde, ist allerdings nicht repräsentativ. Die ASW wird von zahlreichen deutschen Wirtschaftsverbänden unterstützt, unter anderem vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und vom Bundesverband der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

(Hayo Lücke)

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