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DHL: SMS-Ankündigung von Paketen ab Februar

Mit dem neuen Gratis-Dienst "MeineZustellung" werden registrierte DHL-Kunden ab dem 1. Februar per SMS oder E-Mail über den voraussichtlichen Zustelltag ihres Paketes informiert. Gegen Aufpreis lässt sich zudem ein Wunschtag bestimmen.

18.01.2011, 10:24 Uhr
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Online-Shopping hat viele Vorteile: Neben der größeren Auswahl und den günstigeren Preisen ist es vor allem die bequeme Lieferung an die Haustür, die parkplatzsuchenden Innenstadtkäufern wie das Paradies vorkommen muss. Theoretisch. Denn in der Praxis sieht es oft anders aus. Da ist die Wunschware nicht sofort lieferbar, kostet mitunter mehr als im Geschäft um die Ecke oder der Paketdienst kommt natürlich immer dann, wenn niemand Zuhause ist. Zumindest bei DHL soll sich letzteres allerdings ab dem 1. Februar ändern: Mit dem Gratis-Dienst "MeineZustellung" erhalten registrierte Kunden dann per SMS oder E-Mail eine Vorab-Benachrichtigung, sobald der Zustelltag ihres Paketes feststeht.

Registrierung per Post-Ident vorab notwendig

Die Anmeldung für "MeineZustellung" erfolgt über das Internet und ist kostenfrei. Interessenten erhalten anschließend eine Kundenkarte mit persönlicher Postnummer zugeschickt, die gegen Vorlage des Personalausweises übergeben wird. Nutzer von Packstation oder MeinPaket können diesen Schritt allerdings überspringen und ihre vorhandene Postnummer verwenden. Analog zum von der Packstation bekannten Prozedere gestaltet sich auch das weitere Vorgehen, wobei die jeweilige Postnummer in gleicher Weise bei Bestellungen im Adressfeld angegeben werden muss. Kosten soll die einfache SMS-Information nichts – jedenfalls in der Standardvariante. Diese bietet allerdings nur einen geringen Mehrwert gegenüber der bisher für die Vorhersage des Zustelltages nutzbaren Online-Paketverfolgung. Zudem ist es für die meisten Berufstätigen vermutlich unerheblich, dass sie nun eben etwas genauer im Vorfeld wissen, wann der Postbote vergeblich an ihrer Haustür klingeln wird.

Wer sich den Weg zur Filiale dennoch sparen will, kann alternativ per kostenpflichtiger SMS einen Tag bestimmen, an dem die Zustellung erfolgen soll. Dieser Termin darf maximal vier Tage vom Ursprungsdatum abweichen. Wird der Kunde bei einem Zustellungsversuch dennoch nicht angetroffen, verbleibt das Paket im Anschluss wie gewohnt maximal sieben Tage in der nächsten Filiale oder Packstation. Insgesamt kann die Gesamtlagerzeit einer Sendung so auf maximal elf Tage ausgedehnt werden. Billig ist das kleine Plus an Service jedoch nicht: Für die zur Übermittlung des Wunschtermins notwendige SMS-Nachricht berechnet DHL happige 1,49 Euro, zuzüglich weiterer Netzentgelte. Pro Vorgang muss allerdings nur einmal gezahlt werden, unabhängig davon, wie viele Kurzmitteilungen letztendlich ausgetauscht werden.

Weitere Serviceangebote ab Herbst 2011

Wie sich die "Wunschtag"-Gebühr im Detail zusammensetzt, konnte der Logistiker auf Nachfrage nicht erläutern. Ihre Notwendigkeit erkläre sich aber aus dem erhöhten logistischen Aufwand, den die Zusatzoption verursache, sagte eine Sprecherin gegenüber onlinekosten.de. Gleichsam rechnet sich dieser Teil des neuen Dienstes damit vorwiegend dort, wo die nächste Abholstelle der Post kilometerweit entfernt liegt. Für die meisten Städter mit Filiale in Laufweite dürfte der vergleichsweise teure Termin-Service hingegen weit weniger interessant sein - zumal die Wahl einer Tageszeit trotz allem nicht möglich ist und weiterhin dem Express-Geschäft vorbehalten bleibt.

Etwas mehr Flexibilität in der Zustellung verspricht DHL immerhin für den kommenden Herbst. Dann soll es ebenfalls möglich sein, eine bei einer Bestellung angegebene Adresse auch während des laufenden Lieferprozesses kurzfristig per SMS-Mitteilung zu ändern oder spontan einen anderen Zustellort anzugeben. Ob und was diese Option gegebenenfalls kosten wird, steht laut Post noch nicht fest.

(Christian Wolf)

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