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DHL: Paketkasten für den Vorgarten ab sofort verfügbar

Der XXL-Briefkasten kommt: Die Deutsche Post bietet ab sofort mit dem "DHL Paketkasten" einen Maxi-Briefkasten für Paketpost an. Offizieller Grund: Der rapide Lieferanstieg durch Online-Bestellungen. Weitere Gründe liegen auf der Hand – und kommen vor allem der Post zugute.

12.05.2014, 17:01 Uhr
Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com

Wenn der Postmann zweimal klingelt: Nicht nur Briefe, sondern auch Pakete können ab sofort bundesweit zugestellt werden. Die Deutsche Post bietet jetzt nach Pilotprojekten in Ingolstadt und im Raum Bonn offiziell den DHL Paketkasten für jeden Haushalt an. Grund sind die gestiegenen Lieferzahlen durch den Versandhandel. Aber auch die Kunden sollen entlastet werden, denn für Berufstätige sind Paketlieferungen oft mit lästiger Rennerei verbunden. Neben Paketen können auch Retouren oder vorfrankierte Päckchen dort diebstahlsicher deponiert werden, so die Deutsche Post.

Paketkasten zur Miete oder für 99 Euro zum Kauf

Zielgruppe sind in erster Linie Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die den Kasten meist unproblematisch im Haustürbereich aufstellen können. Aber auch Mehrfamilienhäuser sind denkbar, so weit es im Eingangsbereich genug Platz für den Paketkasten gibt und der DHL Zusteller leichten Zugriff hat.

Nach Angaben der Post ist die Paketbox in vielen Formen, Farben und Montage-Arten lieferbar. Kaufen kann man den Paketkasten zu 99 Euro. Wer lieber mietet, ist mit 1,99 Euro pro Monat mit von der Partie. Der Kasten lässt sich auf der DHL-Webseite bestellen.

Personal sparen und Konkurrenz ausbooten

Die Nachbarn werden es begrüßen. An manchen Tagen klingen Lieferdienste gleich mehrfach auf der Suche nach einem anwesenden Türöffner. Auch das kann lästig werden. Hauptsächlich hat die Post aber wohl eigene Interessen im Blick. So kann mit Hilfe des Paketkastens Personal gespart und Kosten können reduziert werden. Schließlich spart der Kasten Zeit – und damit Geld.

Noch interessanter: Der Paketkasten stärkt die Marktposition der Deutschen Post, die sich den Lieferdienst-Kuchen in den vergangenen Jahren mit lästiger Konkurrenz wie TNT und Hermes teilen musste. Denn nur DHL darf den Kasten nutzen. Hermes und Co müssen draußen bleiben.

(Dorothee Monreal)

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