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DFL geht gegen bundesliga-livestreams.de vor

Den Betreibern der Website ist es ab sofort unter Anordnung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 250.000 Euro nicht gestattet auf unauthorisierte Streaming-Quellen zu verweisen, berichtet das Magazin "Focus".

14.11.2009, 18:01 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Die Fußball Bundesliga im Internet. Heutzutage alles andere als unnormal. Für viele Surfer ist es zu einem Hobby geworden, die Ligaspiele nicht per klassischem Pay-TV, sondern in Form eines Webstream zu schauen. Nicht nur unter sky.de und per IPTV bei T-Home Entertain sind Woche für Woche Livebilder von Borussia Dortmund, Bayern München und Co. zu sehen, sondern auch über andere Quellen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat nun einen juristischen Erfolg landen können.
Erfolg gegen fussball-livestreams.de
Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, die DFL habe beim Landgericht Frankfurt eine Unterlassungsverfügung gegen die Betreiber der Website fussball-livestreams.de erwirkt. (AZ: 2-03O472/09) Auf dem Portal wurden Verweise zu Livestreams gelistet, die keine Genehmigung haben, Bewegtbilder von Spielen der Fußball Bundesliga zu übertragen. Künftig ist es den Betreibern unter Anordnung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 250.000 Euro untersagt, Links auf unauthorisierte Quellen zu veröffentlichen. Die Seite wurde bereits entsprechend angepasst und listet nun nur noch Verweise zu ARD, ZDF und Zattoo.
"Wir werden mit Nachdruck die Rechte unserer Lizenzpartner schützen, die für die Vereine eine wesentliche Refinanzierungssäule darstellen", sagte DFL-Geschäftsführer Tom Bender dem Magazin. Das lässt darauf schließen, dass die Liga gegen weitere Streaming-Portale vorgehen wird. Ihr Problem: viele Seiten liegen auf Servern im Ausland, gegen die die DFL rechtlich nicht ohne Weiteres vorgehen kann.

(Hayo Lücke)

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