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Deutschlands Festnetze im Härtetest: Telekom siegt knapp vor Unitymedia

Die Fachzeitschrift "connect" hat den deutschen Festnetzen auf den Zahn gefühlt: Nach über 1,6 Millionen Messungen fallen die Ergebnisse positiv aus. Die Telekom und Unitymedia wurden mit der Note "sehr gut" bewertet. Anlass zur Kritik gibt es nach dem Test trotzdem.

03.07.2014, 14:47 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Fachzeitschrift connect hat mit Hilfe ihres Partners zafaco Deutschlands Festnetze einem umfangreichen Test unterzogen. Unter die Lupe genommen wurden die Netze von DSL-Anbieters und Kabelnetzbetreibern. Die Ergebnisse des connect-Tests fallen überwiegend positiv aus, dennoch gibt es auch Kritik.

1,6 Millionen Messungen

Der jährlich durchgeführte Test ist bereits der fünfte seiner Art in Folge. Vom 19. Mai bis zum 15. Juni 2014 wurden rund 1,6 Millionen Messungen durchgeführt, bei denen unter anderem die Sprachqualität sowie Datenraten überprüft wurden. Trotz gestiegener Anforderungen schnitten laut "connect" alle teilnehmenden Unternehmen besser ab als im Vorjahr.

Spitzenreiter im Teilnehmerfeld ist und bleibt die Deutsche Telekom. Der Anbieter erhielt mit 454 von 500 Punkten die Note "sehr gut". Dies betrifft sowohl den Sprach- als auch den Datenverkehr.

Der Kabelanbieter Unitymedia liegt mit 452 Punkten knapp hinter dem Marktführer und erhielt dementsprechend ebenfalls ein "sehr gut". Kabel BW belegt mit 441 Zählern den dritten Platz.

1&1 bekommt Performanceproblem in den Griff - Vodafone verschlechtert sich

Der Reseller 1&1 hat nach Angaben von "connect" seine Performanceprobleme, insbesondere bei einer hohen Netzauslastung, in den Griff bekommen: Insgesamt erhielt 1&1 421 Punkte und die Note "gut".

Auch Kabel Deutschland hatte im Test mit Problemen zu kämpfen. Vor allem bei einer hohen Datenlast, wie sie in den Abendstunden vorkommt, sind Verbindungsaufbau- und Sprachlaufzeiten in andere Netze zu lang. Dennoch reicht es aber für die Note "gut" mit 391 Punkten.

o2/Telefónica holt dank Telekom auf

Ebenso viele Punkte erreicht der Anbieter o2/Telefónica, der sich gegenüber dem letzen Test merklich verbessert hat, die Zusammenarbeit mit der Telekom sowie eine neue Technikplattform scheint sich offenbar auszuzahlen. Bemerkenswert hierbei: Die von der Telekom eingekauften Leitungen erzielten ein signifikant besseres Ergebnis als Altanschlüsse. Hier fielen beim gleichzeitigen Upload vor allem hohe Pingzeiten sowie verstärkt Download-Fehler negativ auf. Bei Telefonaten mit parallelem Datenverkehr sinkt in einigen Fällen zudem die Sprachqualität. Anrufe vom Telefónica-Festnetz zu o2-Mobilfunkanschlüssen konnten hingegen mit einer sehr guten Sprachlaufzeiten glänzen.

In der vergangenen Woche hat die Computerbild bereits einen Breitbandtest durchgeführt. Dabei konnten die Kabelnetzbetreiber vor den DSL-Anbietern punkten.

(Marcel Petritz)

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