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Deutschland ist Spitzenreiter bei Phishing und Spam

Insgesamt gehen 19 Prozent aller Sicherheitsrisiken im Internet von Deutschland aus. Neben Spam und Schadcode ist vor allem der Bereich Phishing mit 32 Prozent auffällig hoch und verleiht Deutschland die Spitzenposition.

20.03.2007, 08:13 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Wie die Antiviren-Experten von Symantec bekannt geben, gehen insgesamt 19 Prozent aller Internet-Sicherheitsrisiken in Europa von Deutschland aus. Hierzu zählen Spam, Phishing und die Verteilung von Schadcode über das Internet.
Platz 1 bei Phishing
Aus dem aktuellen Internetsicherheitsreport geht zudem hervor, dass insbesondere der Bereich Phishing erstaunlich hohe Prozentsätze erzielt. So wurden 32 Prozent aller Phishing-Websites in Europa hierzulande ermittelt, was Deutschland zum Spitzenreiter macht. Auf dem zweiten Platz folgt Großbritannien mit immer noch hohen, aber vergleichsweise geringen neun Prozent. Im weltweiten Vergleich steht Deutschland nach den USA an zweiter Stelle. Als möglichen Grund für Deutschlands Spitzenposition nennt Candid Wüest, Sicherheitsexperte bei Symantec, dass Deutschland bei der Anzahl registrierter Domains nach den USA an zweiter Stelle steht.
Gewerblicher Handel mit Daten
Generell sei eine Zunahme der Versuche, an vertrauliche Daten zu gelangen, zu beobachten. Die ausspionierten Daten wie Passwörter, PINs und Kreditkartendaten würden häufig von Kriminellen zum Weiterverkauf angeboten, teilweise schon für weniger als zehn US-Dollar. Doch auch mit Spam lässt sich Geld verdienen, zum Beispiel durch Manipulation von Aktienkursen. Candid Wüest erklärt: "Die Urheber kaufen schwach notierte Aktien und verschicken anschließend falsche Prognosen als Spam-E-Mails - der Aktienkurs steigt und sie können ihre Papiere mit Gewinn verkaufen". Insgesamt waren in der zweiten Hälfte vergangenen Jahres 30 Prozent der Spam-Mails finanzorietiert, gefolgt von Spam zu Gesundheitsprodukten mit 23 Prozent.
Mehr ferngesteuerte PCs
Die Spammer nutzen zur Verbreitung ihrer E-Mails häufig fernsteuerbare Netzwerke, so genannte Bot-Netze. Dem Sicherheitsreport zufolge stieg die Anzahl solcher Bot-PCs in der zweiten Hälfte vergangenen Jahres um 29 Prozent auf mehr als sechs Millionen PCs an. Im europaweiten Vergleich standen die meisten Bot-Rechner in Deutschland und Frankreich, weltweit gesehen liegt China mit 26 Prozent aller Bots auf dem ersten Rang.

(Saskia Brintrup)

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