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Deutsche Welle entschuldigt sich für Falschmeldung zu Mandelas Tod

Am Freitagabend meldete die Deutsche Welle irrtümlicherweise den Tod des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela. Erst nach Stunden fiel die Panne auf - nun entschuldigte sich der Sender öffentlich.

15.06.2013, 15:31 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Deutsche Welle hat sich für eine englischsprachige Falschmeldung vom Freitagabend über den Tod des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela entschuldigt. Der 94-jährige Friedensnobelpreisträger war vor einer Woche wegen einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Pretoria gebracht worden.

"Technischer Fehler"

"Wir bedauern, dass aufgrund eines technischen Fehlers ein Bericht über Nelson Mandelas Tod auf Englisch längere Zeit online verfügbar war", teilte der deutsche Auslandssender am Samstag unter anderem via Twitter mit. Erst nach Stunden war das Malheur schließlich aufgefallen. Einige Nutzer des Kurznachrichtendienstes nannten das Vorgehen "makaber".

Nichtsdestotrotz ist das proaktive Abfassen von Nachrufen auf prominente Persönlichkeiten, deren Lebenserwartung aus Alters- oder Krankheitsgründen nur noch gering erscheint, ein gängiges Mittel, um zeitnah auf den vermeintlich absehbaren Tod reagieren zu können. Immer wieder kommt es dabei zu peinlichen Pannen. Erst zum Jahreswechsel hatte etwa das Nachrichtenportal "Spiegel Online" irrtümlicherweise über den Tod von Ex-US-Präsident George Bush senior berichtet und dies im Nachgang ebenfalls mit einem technischen Fehler begründet.

Eine der bekanntesten deutschen Todes-Falschmeldungen stammt allerdings aus der Zeit vor Internet, Twitter und Co. Am 13. April 1967 verbreitete der Westdeutsche Rundfunk die Nachricht vom Ableben des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer. Der Radio-Bericht machte weltweit sofort Schlagzeilen. Tatsächlich starb Adenauer aber erst eine Woche später.

(Christian Wolf)

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