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Deutsche Telekom: Wachstum mit Mobilfunk, weiter Kundenschwund bei Breitband

Die Deutsche Telekom konnte im ersten Quartal 2014 ihren Umsatz um 8,0 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro steigern. Während 551.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden hinzukamen, verlor die Telekom unter dem Strich weiter Breitband-Kunden.

08.05.2014, 10:18 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom konnte im ersten Quartal 2014 ihren Umsatz um 8,0 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro steigern. Das rein organische Wachstum lag immerhin noch bei 4,2 Prozent. Der Grund liegt vor allem in der positiven Entwicklung des Tochter-Unternehmens T-Mobile US.

Mehr Mobilfunk-, VDSL- und FTTH-Kunden

Das bereinigte EBITDA, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, ging zwischen Anfang Januar und Ende März um 3,9 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurück, organisch ergab sich hier ein Minus von 8,3 Prozent. Hauptgrund für den Rückgang war ein verstärktes Markting in den USA, das dort zu 1,3 Millionen neuen Vertragskunden führte. Insgesamt stieg die Kundenzahl um 2,4 Millionen.

In Deutschland kamen 551.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden hinzu, 204.000 unter den Marken Telekom und congstar. Gleichzeitig bedeuten 222.000 neue Anschlüsse auf Basis der Glasfaser-Produkte VDSL und FTTH einen Rekordwert. Die Gesamtzahl der Glasfaser-Anschlüsse kletterte innerhalb eines Jahres um 53 Prozent auf über 1,7 Millionen. Die Zahl der Entertain-Kunden kletterte im Jahresvergleich um 10,8 Prozent auf 2,3 Millionen.

… aber insgesamt 7.000 Breitband-Kunden verloren

Insgesamt hat das Unternehmen jedoch 7.000 Breitband-Kunden verloren. Damit hat sich die Entwicklung im Vergleich zu den drei vorangegangenen Quartalen verbessert. Der Netzausbau hat weiter Fahrt aufgenommen: Die Abdeckung mit glasfaserbasierten Anschlüssen wuchs im Jahresvergleich von 34 Prozent auf 38 Prozent. Zum Ende des ersten Quartals waren bereits 2,6 Millionen Anschlüsse auf die All-IP-Plattform migriert.

Beim Mobilfunkstandard LTE erreichte die Bevölkerungsabdeckung schon 74 Prozent nach 50 Prozent vor einem Jahr. Die Zahl der Basisstationen für den Mobilfunkstandard der vierten Generation stieg innerhalb eines Jahres von rund 1.200 auf etwa 6.700.

Überschuss nur durch Verkauf von Unternehmensteilen

Mit 1,8 Milliarden Euro war der Konzernüberschuss in den ersten Monaten mehr als dreimal so hoch wie im Vorjahr. Dies lag jedoch am Teilverkauf der Scout24-Gruppe. Bereinigt um diesen Einfluss ergab sich ein Minus von 23,5 Prozent auf 587 Millionen Euro.

Hier spiegelt sich der Rückgang des bereinigten EBITDA. Der Free Cashflow ging um 5,3 Prozent auf 983 Millionen Euro zurück. Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber dem Stand zum Jahresende 2013 um mehr als eine Milliarde Euro auf 38,0 Milliarden Euro.

(Peter Giesecke)

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